Vergleich zwischen Silber- und Goldwährung. 31 liegt darin, daß die Regierung nicht weit genug gegangen; man muß die Silbereinkäufe noch vermehren; laß die Regierung 41/2 Mil lionen statt 2 Millionen Unzen Silber monatlich kaufen, und die ganze Silberernte Amerikas, ja, mehr als diese Ernte, wird da durch aufgebraucht werden; auf diese Weise muß das Silber dann wieder steigen.“ Allerdings hatten diese Leute darin recht, daß 41/2 Millionen Silber pro Monat mehr sind, als alle Silberberg r werke der Vereinigten Staaten zusammengenommen monatlich her geben; außerdem werden 8—10 Millionen Silber jährlich für an dere Zwecke als zur Geldprägung gebraucht; so daß alles in allem ungefähr nur 4 Millionen pro Monat für die Münzung übrig bleiben. Viele Leute waren daher der Meinung, das Silber müsse nach den vermehrten Silbereinkäufen der Regierung im Werte steigen. Und wirklich stieg der Silberpreis auch, einfach weil, bevor noch der neue Vorschlag Gesetzeskraft erhalten hatte, viele Leute Silber auf Spekulation kauften. Silber stieg von 96 auf 121 — das will sagen, fast auf seinen alten Wert im Vergleich zum Golde. Doch was war das Ergebnis des neuen Gesetzes? Die beste Antwort dafür bietet der Kurs des Silbers; er sieht heute wieder auf 97. Mit anderen Worten: statt daß wir Amerikaner, gerade wie die Engländer, heute von jedem Silbertrubel hätten frei sein sollen, sind wir schon jetzt durch die Silberagitation mit 390 Millionen Dollar Silber belastet; in kurzem werden wir zweifellos gerade so schlecht daran sein, wie Frankreich; nur mit dem Unterschiede, daß Frankreich und andere Völker schon vor dreizehn Jahren dem Silberzufluß Einhalt geboten, während unsere Regierung Monat für Monat 4Vs Millionen Dollar Silber mehr einkauft, zu einem etwas höheren Preise als die eben genannte Summe. Die Ver einigten Staaten wollen durchaus, ohne jede weitere Beachtung der veränderten Stellung des Silbers, dieses dem Golde an Wert gleich' stellen, im direkten Gegensatz zu allen anderen führenden Völ kern. Um das zu erreichen, werden wir nicht nur das Silber von unseren eigenen Bergwerken, sondern vielmehr das in der ganzen Welt gewonnene aufkaufen müssen; d. h. eine Masse von Silber, die groß genug ist, daraus 68 Millionen Silberdollar jähr lich zu schlagen; außerdem müssen wir uns darauf vorbereiten,