34 III. Silberwährung. in sich selbst voll besaß. Man beachte wohl: die Regierang der Vereinigten Staaten konnte bis jetzt deshalb solchen Erfolg mit ihren Silberdollars haben, weil sie eine immerhin nur begrenzte Anzahl davon ausgab und fähig war, diese mit Gold einzulösen. — Es ist gerade so, als wenn eine Privatperson ein Stück Papier nimmt und darauf schreibt: „Das ist gut für einen Dollar, und ich verspreche, soviel dafür zu zahlen.“ Solches würde man „ge machtes“ Geld nennen. Fraglich bleibt es nur: wie lange werden die Leute solche Papierstückchen nehmen? Würde nicht irgendein Argwöhnischer sehr bald der Meinung Ausdruck geben, daß die betreffende Person zu viele solcher Papierstückchen ausgibt? In solchem Falle verlören diese Papierstückchen jedes Vertrauen; die Leute kämen in Zweifel, ob die betreffende Person wirklich mit Dollars dafür zahlen könne, und von diesem Augenblicke dürfte sie keine weiteren Stücke mehr ausgeben. Ganz dasselbe ist es mit den Regierungen; alle sind imstande, ihre kleinen Münzen im Vollwert zu erhalten, selbst dann, wenn ihr reiner Metallwert dem darauf aufgeprägten Wert nicht entspricht; das müßte eine armselige Regierung sein, welche die Welt nicht dazu brächte, einen Artikel als Geld von ihr zu nehmen, auch wenn dieser Artikel nur Halbgeld ist. Allein, wohl gemerkt, solche Regierung wird schnell ihren Kredit erschöpfen, sobald sie etwas anderes für „Geld“ ausgibt, als das, was seinem eigentlichen Gehalte nach in der ganzen Welt für „Vollgeld“ gilt. Jedwedes Volk steht vor der Notwendigkeit, entweder sein minderwertiges Geld umzuprägen oder seine Verpflichtungen nicht zu erfüllen und so dauernden Gefahren und einem entehrenden Verlust seines Kredits und seiner Stellung ins Auge zu blicken. — In vielen Fällen wurde das „unterwertige“ Geld niemals eingelöst. Die armen Leute hätten dann den Verlust zu tragen. Immerhin zeigt das gegenwärtige Silbergesetz eine gute Eigen schaft, welche, wenn man sie nicht etwa noch nachträglich be seitigt, der Ausgabe von mehr unterwertigen Silberdollars Halt gebieten dürfte. Es bestimmt, daß von den 41/2 Millionen Unzen Silber, die jeden Monat eingekaüft Werden müssen, nur 2 Millionen; das ganze Jahr über für die Prägungszwecke verwendet werden dürfen. Darüber hinaus soll nur die für die Einlösung der Silber