Ansprache an Arbeiter. 53 Höhe zu gehen und so vice versa. Wir müssen daher nach einem Plan ausschauen, der es ermöglicht, den Arbeitern stets dann hohe Löhne zu bewilligen, wenn ihre Arbeitgeber hohe Preise für ihre Erzeugnisse und damit auch größeren Nutzen ernten; andrerseits, wenn die Arbeitgeber nur niedere Preise für ihre Erzeugnisse und damit auch nur einen kleinen oder gar keinen Gewinn ernten, werden die Arbeiter auch mit niedrigen Löhnen zufrieden sein müssen. Sobald diese Idee verwirklicht werden kann, haben Arbeit geber und Arbeiter absolut das gleiche Interesse; sie erfreuen sich gemeinschaftlich guter Zeiten und halten tapfer zusammen aus in schlechten Zeiten. Wird das durchgeführt, dann fällt jeder Grund zu Streitigkeiten fort. Anstatt des Gefühls einer Gegnerschaft wird das der Teilhaberschaft zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber entstehen. Zur Erzielung dieses Zustandes gibt es ein einfaches Mittel, welches allgemein einzuführen, Arbeitgeber und Arbeit nehmer mit all ihrer Energie sich bestreben sollten. Die Löhne müßten Monat für Monat nach einer gleitenden Skala festgestellt werden, im Verhältnis zu den für das Produkt erzielten Netto preisen. Die Arbeiter zu betrügen, ist unter der gleitenden Skala für den Kapitalisten nicht möglich. Ein Vorteil dieser Bücherei (Carnegie-Bibliothek zu Braddok, Pennsylvanien) ist, daß sie alle Tageszeitungen und Handelsblätter darin finden; ich bitte Sie, alle diese Blätter aufmerksam zu lesen. Sie werden viele falsche Angaben und Irrtümer darin finden. Der gleichen ist vom Zeitungswesen unzertrennlich, da es in Hast zu arbeiten und bloße Gerüchte zu verzeichnen gezwungen ist. Dennoch kann aus dem Studium der vorzüglichsten Zeitungen ganz wohl die Richtung erkannt werden, welche die Geschäfte nehmen. Die Zeitungen werden Ihnen keinen durchaus richtigen Bericht über die Materialpreise geben. Fabrikanten sind immer geneigt, die Situation in blühenden Farben zu malen, sowie die höchsten Preise bekannt zu geben mit der Absicht, Leute zum Kauf zu ver anlassen und dadurch neue Kunden heranzuziehen. Höchstwahr scheinlich werden sie nie darüber berichten, zu wie niedrigen Preisen sie zu verkaufen gezwungen waren, um der Konkurrent zu begegnen und ihre Werke im Gange zu erhalten. Trotzdem wird ein sorgsames Studium der Zeitungen und Handelsblätter