Ansprache an Arbeiter. 61 der Arbeiter über die volkswirtschaftlichen Gesetze, welche die Kapitalisten in unbarmherzigem Zwang halten, würde vielen Miß helligkeiten zwischen den beiden Teilen da jeder dem andern unumgänglich nötig ist — Vorbeugen. Ich hoffe, diejenigen, welche den unschätzbaren Vorzug der Neigung zum Lesen besitzen, werden einige der Grundgesetze, von denen es weder für das Kapital noch für die Arbeit ein Entrinnen gibt, sorgfältig studieren. Wenn diese Bücherei zu diesem Zwecke auch nur das leiseste beiträgt, wird sie schon dadurch ihre Existenz gerechtfertigt haben. Auch, denke ich, dürften Sie bei all dem nicht vergessen, sich zu amüsieren. Man soll das Leben nicht allzu ernst nehmen. Der Glaube, daß der Mann, der nichts tut als arbeiten, den Preis gewinnt, enthält einen großen Irrtum. Haben Sie ruhig Ihr Ver gnügen. Lernen Sie gut Whist, gut Dame oder auch gut Billard spielen, nehmen Sie Interesse an Fußball, Crikett, oder auch an Pferden; kurz an irgend etwas, das Ihnen eine unschuldige Freude macht und Sie von des Tages Mühen befreit. Nichts besseres als ein herzliches Lachen! Ich schreibe den größten Teil meiner Erfolge der Tatsache zu, daß — wie meine Partner oft sagen — Sorgen an meinem Rücken herunterfließen, wie Wasser an einer Ente. Shakespeare sagt, an einer hier wohlangebrachten Stelle: „Trage deine Sorgen, wie das, was du äußerlich an dir hast, gerade wie deine Kleider: unbekümmert.“ Man begegnet vielen im Leben, die, ihrer eigenen Über zeugung zufolge, groß und erfolgreich gewesen wären, hätte die Welt ihnen den Wert zugestanden, welchen sie selbst für sich in Anspruch nehmen. Solche Leute sind das Opfer ihrer Einbil dung. Niemand in der Welt wünscht wahre Fähigkeiten nieder zuhalten. Jedermann streckt ihnen freudig die Hand entgegen. Jeder Arbeitgeber prüft die jungen Leute in seinem Wirkungs kreise, stets außerordentlich begierig, um ausnehmende Fähig keiten ausfindig zu machen. Nichts in der Welt ist so wünschens wert für ihn und nichts so gewinnbringend, wie Begabung. Jeder Abteilungsdirektor ist bereit, den Mann festzuhalten und zu ver werten, welcher etwas besonders Wertvolles zu leisten vermag. Jeder Vormann hat den Wunsch, Leute unter sich zu haben, auf die er sich verlassen kann und deren Verdienste zu seinem eignen