Ansprache an Arbeiter. 63 wert. Sie wissen, daß wir das mit einer Aufopferung von einigen hunderttausend Dollars versucht, allein wir sahen uns zuguter letzt durch unsere Konkurrenten gezwungen, den Kampf aufzugeben; das beste dürfte sein, diese Tagesteilung nach und nach durch staat liche Gesetzgebung zu erreichen. Eine einzelne Firma kann wenig dafür tun; alle Konkurrenten müssen zu gleicher Zeit dazu ge^ zwungen werden, denn in unsern Tagen sind die Verdienste dem Prozentsatz nach so gering, daß keine Firma ihre Werke in Tätig keit halten kann, wenn nicht unter Bedingungen, die denen ähn lich, welche die Konkurrenz beherrschen. Daher ist es notwendig, daß alle gesetzlich gezwungen werden. Wir wären glücklich, solch ein Gesetz für die 8-Stundenarbeit unterstützen zu dürfen, aber selbst jetzt können Arbeiter, wenn sie die ihnen verfügbare freie Zeit gut benutzen, bald zu höheren Stellungen aufsteigen. Nicht auf lange hin brauchen sie 12 Stunden zu arbeiten; viele unter uns haben in ihrer Jugend länger als 12 Stunden gearbeitet. Der Arbeiter hat heutzutage gar viele Vorteile gegen früher. Die gleitende Lohnskala stellt ihn als Mann und Bürger höher als den Arbeiter vergangener Tage. Der Teil des aus Arbeit und Kapital zusammengeernteten Gewinnes, welcher heute den Arbeitern zugute kommt, war niemals so groß und niemals so im Steigen begriffen; der aus dem Kapital gezogene Nutzen nie mals so gering als gegenwärtig. Auch die Kosten für den Lebens unterhalt waren niemals geringer als zu unserer Zeit. Ich hoffe, daß die Zukunft noch viele große Vorteile bringen wird, und daß der mühsame Marsch, welchen der Arbeiter auf dem Wege von der Sklaverei, in die unsere Vorväter zugleich mit Bergwerken und Fabriken gekauft und verkauft wurden, hinauf zu seiner gegenwärtigen Stellung machte, noch keineswegs sein Ende erreicht hat; sondern, daß dieser Marsch noch immer weiter fortgesetzt werden und zu anderen wichtigen Ergebnissen für das Wohlergehen und die Würde der Arbeit führen wird. V V V V V V