Pflichten reicher Leute. 67 V V V V V V der es sich immer gegenwärtig hält, daß Reichtum etwas heilig Anvertrautes ist, welches er zum Wohle seiner Mitmenschen zu gebrauchen, verpflichtet ist. Ein rechter Mann muß stets sich selbst zu meistern wissen. Er soll Geld wie einen nützlichen Diener benutzen. Geld darf niemals sein Herr, und er selbst niemals zum Geizhals werden. Dem Manne erwächst wohl die erste Pflicht, sich ein aus reichendes Vermögen zu erwerben und sich selbständig zu machen. Allein damit endet seine Pflicht keineswegs. Es ist seine weitere Pflicht, etwas für seine bedürftigen Nachbarn zu tun, die vom Glücke weniger begünstigt sind als er selbst; seine Schuldigkeit, zum allgemeinen Besten der Gemeinschaft beizutragen, in welcher er lebt. Genießt er doch den Schutz ihrer Gesetze; dieser Schutz setzt ihn erst instand, durch seine Unternehmungen für sich selbst und seine Familie ausreichend zu sorgen. Alles, was er mehr erwirbt, gehört nach Recht und Ge rechtigkeit der schützenden Macht, die ihn gepflegt und instand gesetzt hat, finanziellen Erfolg zu erringen. Der Versuch, die Welt besser zu machen, als man sie vorgefunden, heißt einen edlen Lebenszweck verfolgen. Dein Überfluß soll zur Verbesse rung Deines eigenen Wesens beitragen und Dich unter diejenigen einreihen, welche Edelleute sind auf Grund ihres Charakters. Es ist Pflicht für Dich, zu verstehen, daß es Pflicht ist, sich die Gewohnheit des Sparens anzueignen. Beginne Deine Ersparnisse mit Deinem ersten Verdienst; zeige Dich dadurch als zivilisierter Mensch und gib nicht alles aus wie ein armer Wilder.