VI. Wie kann man ein Vermögen erwerben? 73 wie der arbeitende Mechaniker war, wie er ist und wie er bleiben wird, war er doch stets zu engen Geschäftsanschauungen geneigt, denn im allgemeinen kommt er erst in vorgeschrittenen Jahren zur Macht. Ganz anders ist es mit dem wissenschaftlich gebildeten Jüngling; er hat keinerlei Vorurteile und versucht jede neue Er findung und jede neue Methode, ganz gleichgültig, wer ihr Er finder sein mag. Er eignet sich all das an, was bisher Geleistetes übertrifft und verwirft seine eigenen Einfälle und Ideen; dazu entschließt sich ein Oberwerkführer nur schwer. Deshalb darf auch der Vorteil der Bildung nicht unterschätzt werden; nur muß es eine zweckentsprechende Bildung sein mit Kenntnissen, die der Laufbahn des Interessenten angepaßt sind, wenn er seinen Weg zum Glück finden soll. Alles in allem haben wir nicht zu untersuchen, welchen Platz der gelernte Mechaniker und der Praktiker in den verschiedenen Zweigen der Geschäftswelt — den finanziellen, handeis- und kauf männischen, sowie in den Fabrikzweigen — einnehmen, sondern was diese beiden Klassen in der gesamten Geschäftswelt für andere übrig gelassen haben. Auf industriellem Gebiete wird der gelernte Mechaniker der Gründer und Leiter berühmter Betriebe. Auf handeis-, kaufmänni schem und finanziellem Gebiete sehen wir den armen Kontor jungen, der, ein kaufmännischer Fürst, sicher ist, seine Herrschaft anzutreten. Sie vergegenwärtigen zwei verschiedene Klassen. Der arme Gehilfe und der geübte Mechaniker sind es, die zuguterletzt in jeder Art von Geschäft die Herrschaft erlangen, ohne Kapital, ohne Familieneinfluß und ohne höhere Bildung. Sie sind es auch, welche zu allerersten Stellen aufsteigen und später herrschen; sie, die bezahlte Stellungen aufgeben, um alles für die Gründung neuer Geschäfte aufs Spiel zu setzen. Akademisch Gebildete be gnügen sich meistenteils mit ihren Gehältern und bleiben in den von ihnen innegehaltenen Vertrauensstellungen. Weder Kapital, noch Einfluß, noch höhere Schulbildung, noch all das zusammen genommen, haben bisher erfolgreich zu wetteifern vermocht mit der Tatkraft und der unbezähmbaren Energie: beides Eigenschaften der alles erobernden Armut. Damit es nicht scheine, es solle hier etwas zur Unehre der akademischen Bildung gesagt werden, will