X. Geschäft. 129 außerordentlich fähige junge Mann; kein anderes Geschäft zeigt sich für den Arbeitgeber so gewinnbringend, wie dieses. Selbst verständlich hat der Durchschnittsstudent große Schwierigkeiten; doch zu guter Letzt findet auch er eine Stellung. Gerade die Laufbahn des besonders befähigten Studenten illustriert am besten den Weg zum Erfolge. Wir brauchen seinetwegen nicht besorgt zu sein; er macht seinen Weg. Er fängt mit sehr kleinem Ge halt und mit Arbeiten an, welche er vielleicht seiner nicht für ganz würdig hält, dennoch tut er alles, was er tut, gründlich. Eines Tages lenkt eine von dem jungen Mann gemachte Bemerkung oder eine seiner Handlungen die besondere Aufmerk samkeit seiner unmittelbaren Vorgesetzten auf ihn. Angenommen, er sei ein Elektriker oder Ingenieur und komme von Sibley, einer nach jeder Richtung empfehlenswerten Schule. In den großen Fabrikwerken, welche so glücklich sind, sich seine Dienste zu sichern, wird er zunächst mit niedrigen Handhabungen beschäftigt; allein er entdeckt sehr bald, daß ein paar Dampf kessel nicht ganz heil und daß die Dampfmaschinen oder Motoren, nach falschen Prinzipien konstruiert, übermäßig viel Feuerung verbrauchen; auch wie eine der Dampfmaschinen über kurz oder lang allerlei Ungelegenheiten bereiten muß; er hat gewisse Gründe anzunehmen, daß der Maschinenbauer keine ehrliche Arbeit ge liefert. Daher hält er es für seine Pflicht, sofort einzuschreiten, um das Geschäft vor gefährlichen Zufällen zu behüten. Er ent wirft ein paar Zeichnungen, unterbreitet dieselben: seinen Arbeit gebern mit Vorschlägen, wie die von ihm bemerkten Schäden abzustellen sind und benutzt dabei die neuesten wissenschaft lichen Grundsätze, welche er in Sibley erlernte. Der Eigentümer des Geschäfts ist zunächst, wie ganz selbstverständlich, durch aus nicht dazu geneigt, Geld auszugeben; ja, er ärgert sich dar über, daß seine Maschinen ganz und gar nicht das sind, was sie sein sollen. Allein, obgleich er seinem Mißbehagen offenen Ausdruck gibt und den jungen Mann für einen Augenblick stutzig macht, fährt er ihn doch nicht hart an; sobald erst seine üble Laune vorübergeht, lernt er von ihm, wieviel ein paar Tausend Dollar, sofort richtig verwendet, in Zukunft sparen dürften und zum Schluß stimmt er zu und sagt dem jungen Sibley-Studenten, Carnegie’, Kaufmanns Herrschgewalt. 9