202 XVII. Die Manchester-Schule und die Gegenwart. „made in Germany“, verursachen dem Engländer Nervosität. Ab schlüsse für Lokomotiven, die in London, Dublin und Edinburgh mit amerikanischen Fabrikanten gemacht werden, billigt der Brite nicht. Glasgow verwirft ein amerikanisches Angebot für Wässer röhren und gibt es Glasgower Fabrikanten zu höheren Preisen. Wenn eine große Fahrradausstellung in London stattfindet, ver mag man keinen Platz für amerikanische Fahrräder zu finden. Regierungsaufträge sogar für Schreibmaterialien sollen durch Ein heimische gedeckt werden. Obgleich ausländischen Produkten freier Eintritt nicht verweigert wird, soll doch im Falle von Kaufaufträgen der Fremde sich nicht bemühen. Die Posten müssen mit langsamen Schiffen gehen, welche im Lande gemacht sind, selbst wenn die Post dadurch Verzögerung erleidet. Man konnte dergleichen nur erwarten und mag es sogar entschuldigen. Der ist ein schlech ter Bürger, welcher sein eigenes Land nicht vorzieht und be günstigt, gegenüber fremden Ländern. Aber der Engländer dürfte dann auch erwarten, daß der Amerikaner und der Deutsche gerade so patriotisch verfahren, wie er selbst. Mit denselben Gefühlen, mit denen er in Deutschland und Amerika angefertigte Kon kurrenzartikel sieht, betrachten auch naturgemäß der patriotische Deutsche und Amerikaner in England fabrizierte Konkurrenzartikel, die in ihr Land kommen. Es ist heutzutage klar, daß die Natur mit viel volleren Hän den die unumgänglich nötigen Minerale, wie Kohle, Kalk und Eisenstein, ausgestreut und die Frauen und Männer der meisten Länder mit einer nur schlummernden Geschicklichkeit ausgestattet hat, die ausreicht, unter den gegebenen Bedingungen das Roh material des eigenen Landes zu verarbeiten; in vielen Fällen viel leicht nicht ganz so gut, in dem einen oder anderen Falle eben sogut wie England und Amerika. Infolgedessen existieren jetzt nicht nur eins oder zwei, sondern viele hervorragende Industrie länder. Die wundervollen Maschinen meist englischer Erfindung be sonders in Eisen-, Stahl- und Textilgewerben, befähigen den Hindu Indiens, den Paeon Mexikos, den Neger Amerikas, sowie den Chinesen und Japaner mit dem besser erzogenen Arbeiter Groß britanniens und Amerikas in Wettbewerb zu treten. Die früher