194 die von seinem Vorfahren, Herzog Ottokar VIII., im Jahre 1182 dem Kloster zu Seckau erteilte Bergregalverleihung. Am nämlichen Tage wiederholte Kaiser Heinrich VI. 1 die von Friedrich I. am 6. Juni 1184 dem Kloster St. Lambrecht erteilte Berg regalverleihung. Im Jahre 1197 1 2 bestätigte Erzbischof Adalbert II. von Salzburg die dem Kloster Seckau durch Herzog Heinrich VI. eingeräumten Regalien. Diese Bestätigung war für Seckau notwendig, weil es Depen- denz von Salzburg war. Im Jahre 1199 wiederholte König Philipp dem Erzstifte zu Salzburg die diesem schon im Jahre 908 durch Ludwig das Kind erteilte Verleihung der census de auro et sale 3 .“ Am 1. September 1200 schenkte Herzog Wladislaw von Mähren dem Kloster Hradisch den Markt in Krihnitz, dazu einen Wald und erteilte ihm, unter Zustimmung König Ottokars von Böhmen, das Recht, die doch etwa in Zukunft aufgefundenen Metalle sich nutzbar zu machen 4 . Am 9. desselben Monats sprach der genannte Herzog dem nämlichen Kloster den Wald bei Lastian und Domasow zu und bemerkte 5 : „Quidquid igitur in predictis bonis ex utilitate auri, ferri, lapidum molinarium et omnium metallorum de cetero proveniret ad Monasterium pertinet memoratum.“ Rücksichtlich dieser beiden Verleihungen des Herzogs ist auf das hinzuweisen, was oben (§ 13) über die böhmisch-mährischen Bergwerke ausgeführt wurde. Im Jahre 1202 wiederholte Herzog Leopold von Steiermark und Österreich, als Herzog von Steiermark, das von den steierischen Herzogen Ottokar VIII. und Heinrich VI. dem Kloster zu Seckau erteilte Berg werksprivilegium 6 : „Item cum praefatus Dux Otocherus (Ottokar VIII.) ex specialis favoris gracia ipsi monasterio minerias cujuscunque metalli in eorum 1 Böhmer, Regesten (911—1313) No. 2821. 2 v. Muchar III 106. 3 Urkunde in Hundii Metropolis Salisburgensis II p. 123, 124. * Graf Kaspar Sternberg, Urkundenbuch No. 2 p. 3; Silvam cum omnibus proventibus et omni utilitate Metallorum, si que ibidem postmodum in- venta fuerint nunc et imposterum ex eisdem percipiendis, de consensu Fratris nostri Domini Ottokari, Incliti Regis Boemie. 5 Graf Sternbergs Urkundenbuch No. 3 p. 4 seq. 6 Pusch et Frölich, Dipl. Sacrae Styriae I p. 185. v. Muchar, Geschichte des Herzogtums Steiermark III 106.