23 Ueber Gewinnbetheiligung der Arbeiter. neueren Constructionen vergrößern das Productionsquantum auf das er heblichste. Aehnlich auf anderen Gebieten. Ein Unternehmer, der mit ältern Maschinen arbeitet, weil vielleicht das Capital, vielleicht auch andere Gründe ihm Ausdehnung und Neuerungen verbieten, und demnach einen geringeren Nutzen vertheilen kaun, während das Nachbar-Etablissement mit feinen neuen Maschinen größeren Gewinn bringt, soll er durch feine Arbeiter gezwungen werden, ihnen zu Gefallen, die eine größere Rentabilität versprechenden Einrich tungen zu treffen? — und thut er es nicht, wird er in ihren Augen der wohlwollende mit Autorität bekleidete Unternehmer bleiben? Es lassen sich die verschiedensten Ursachen denken, welche auch den bestsituirten Unter nehmer dergleichen Anschaffungen als überflüssig ansehn lassen: hohes Alter, geringer Gebrauch, Kinderlosigkeit und ähnliche, — soll er zum Sklaven oder Mm Feind seiner Arbeiter herabsinken? Diesen moralischen Gründen, welche von Seiten der Unternehmer Legen die Betheiligung der Arbeiter am Gewinn sprechen, sind andere zur Seite zu stellen, die mit Rücksicht auf die Arbeiter zu dem nämlichen Ziele gelangen. Die Anhänger der incknstrisl pnrtuerslUp sehen in ihr die Sonne, die den socialen Frieden aus Erden bescheinen soll; ich im Gegentheil fasse sie als eine neue Quelle von Zwietracht und Mißgunst auf. Eine solche kann sie auch für die Arbeiter werden. Sie wird eine Verschiedenheit des Einkommens derselben erzeugen, und zwar keine ihren Fähigkeiten und Leistungen entsprechende, sondern eine aus zufälligen Glücksumständen her rührende. Der Arbeiter in einer Fabrik mit den besten neuesten Maschinen wird einen höheren Gewinn ziehen, als der in einem Etablissement beschäftigte, wo dies nicht der Fall ist; es werden Differenzen an dem nämlichen Platze, in demselben Geschäftszweige entstehn, die nicht zur Vergrößerung des Friedens dienen können. Wenn ein Unternehmer einen kleineren Nutzen aus seinem Geschäfte zieht, als andere, so liegt dies in der Differenz der Capi talien, der Fähigkeiten, also im Fehlen industrieller, geistiger oder physischer eigener Kräfte, deren Unannehmlichkeiten er tragen muß — der Arbeiter, der trotz eifrigster Thätigkeit, aufopferndster Arbeit es nicht soweit bringt, wie sein vielleicht weniger befähigter College in der nächsten besser rentirenden Fabrik, wird nicht minder wie setzt über die Ungleichheit der Güter-Ver- theilung klagen und mit mehr Recht, da der blinde Zufall sein Spiel treibt! Aehnliche Zustände werden herbeigeführt werden durch die Art der Ver- theilung des Gewinnes. Es ist kein Grundsatz aufgestellt worden, und er ist — selbst bei unbedingter Anerkennung des Princips — nicht aufzustellen, ® te die Vertheilung des Gewinnes geschehen soll. Ich finde in den später zu bringenden bestehenden Arbeitsgesellschaften die verschiedensten Principien aufgestellt. Bei einigen wird unter die Arbeiter ein gewisser Procentsatz des Gewinns vertheilt, bei anderen wird derselbe nach Abzug der Capitalsver zinsung und der Vergütigung für Arbeitsleistung des Unternebmers zu gleichen Theilen zwischen diesem und jenem getheilt. Die Stellung des Arbeiters, wo nach diesein Grundsatz verfahren wird, ist eine andere und