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III.  Kartell  und  Konjunktur.

Voraussetzung  jedes  menschlichen  Fortschritts,  Quelle  der
nachhaltigsten  Lebensfreuden  .  .  .  Von  jedem  tüchtigen
Menschen  wird  sie  als  Pflicht  empfunden  .  .  Ist  es  da
verwunderlich,  wenn  der  Lohnarbeiter,  für  den  sie  zugleich
die  Grundlage  der  Existenz  bedeutet,  auch  ein  gewisses  Recht
darauf  in  Anspruch  nimmt,  daß  man  ihm  bei  Erfüllung  jener
Pflicht  zu  Hilfe  komme?
Die  Schaffung  einer  möglichst  ausgiebigen  Arbeitsgelegenheit ­
  im  allgemeinen  ist  Aufgabe  der  nationalen  Wirtschaftspolitik. ­
  Mit  welchem  Erfolge  sie  bisher  gelöst  worden ­
  ist,  beweist  schon  die  Tatsache,  daß  unsere  Volkswirtschaft ­
  zur  Besorgung  ihrer  Arbeiten  jetzt  alljährlich  weit
mehr  als  eine  halbe  Million  ausländischer  Arbeiter  heranzieht, ­
  während  zugleich  die  Auswanderung,  die  zu  Beginn
der  achtziger  Jahre  alljährlich  mehr  als  200  000  Deutsche  der
Heimat  entfremdete,  allmählich  auf  etwa  30  000  Köpfe  zurückgegangen ­
  ist.  Trotzdem  sind  die  mit  dem  Wechsel  der
Konjunktur  verbundenen  Rückschläge  in  der  Beschäftigung
der  Arbeiter  recht  erheblich  gewesen,  wenn  sie  sich  auch
bisher  noch  immer  bald  haben  überwinden  lassen.
Eine  zusammenfassende,  ziffernmäßige  bestimmte  Übersicht ­
  über  den  allgemeinen  Arbeitsm,arkt  ergibt  seit  1896
folgendes  Bild 1 );
Andrang  an  den  deutschen  Arbeitsnachweisen.
Auf  100  offene  Stellen  kamen  Arbeitsuchende:
Jahr  Jan.  Febr.  März  April  Mai  Juni  Juli  Aug.  Sept.  Okt.  Nov.  Dez.
18%  179.0  147.5  117.7  115  5  130.1  126.7  131.4  127.7  124.4  138.1  163.9  164.4
1897  152  4  139.3  1081  109.5  120.4  112.0  112.4  111.1  109  8  121.6  148.6  153.3
1898  149  9  134.2  103  5  108.6  114.1  113.0  112,6  108.5  98.3  114.8  136  0  185.2
1899  1316  161  1  893  95.5  98.9  936  100.7  92.5  98.9  109.0  130,8  131.2
1900  126.3rpf3~i  99  8  93.4  106  6  108,8  122.2  107.5  110.5  185.3  169  3  177  9
1901  165  8  146.8  122  2  141  4  145  9  148.7  160.9  160.2  147.5  198.1  233  9  240  6
1902  241,6  2194  148.6  153.7  160  6  166.1  162.81  i 48 ,i  1367  91Q7  , QS7
1903  190.5  156.8  126.1  135.2  146.3  147.4  151.0  131.7  117.7  131.8  1688  1692
1904  161.5  1342  1004  112.8  123.4  1209  120.8  116.9  108.9  1246  1626  162  9
1905  1572  1394  110.8  111.0  117.8  108.3  110.6  105.2  93  1  1196  131  1  134.0
1906  139.6  125  6  102,5  99.3  101  5  1C2  3  106.4  984  91.3  107.3  133.6  122.8
1907  126.2  106,8  94.9  97.3  103.7  94.4|  115  j  J06.9  101  1  123  1  149.7  160.4
1908  158.9  151  7  130.5  141.8  161  5  144.3  157.6  153.3  142  6  166.1  212,4  196.2
1909  184.9  198.9  165.4  147.4  151.1  164.4  161.0  146.0  124.1  142.9  169.7  168.9
1910  168.0  146.8
*)  Wir  verfügen  in  Deutschland  seit  ein  paar  Jahren  über  ein
(regelmäßig  fortgeführtes  Zahlenmaterial,  das  bei  allen  Lücken  und
Mängeln  dennoch  gestattet,  die  früher  so  verschwommenen  Vorstellungen ­
  über  Arbeitslosigkeit  und  Beschäftigungsgrad,  über  Auf  und