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IV.  Kartell  und  Lobnverhältnisse.

Nachweisung  von  Effertz 1 ),  die  den  Zeitraum  von  1873  bis
1890  umfaßt  und  der  die  Zahlen  von  etwa  80o/o  der  Förderung ­
  des  Ruhrkohlenreviers  zugrunde  gelegt  sind,  ergibt
für  die  genannte  Zeit  eine  Durchschnittsdividende  von  etwa
4,55  o/o.  Allerdings  ist  zu  beobachten,  daß  ein  Teil  der  erwähnten ­
  Verluste  auf  unglücklichen  Spekulationen  und
Schwindelgründungen  beruhte.  Für  sie  eine  Entschädigung
zu  verlangen,  ist  doch  wohl  unbillig;  auch 1  haben  die  meisten
ßergwerkspapiere  inzwischen  ihre  Besitzer  gewechselt,  die
jetzigen  Besitzer  aber  können  doch  wohl  keine  Entschädigung ­
  beanspruchen  für  Verluste,  die  andere  Besitzer  früher
erlitten  haben.
Im  allgemeinen  ist  aber  die  Rentabilität  des  Bergbaus
eine  ständig  steigende,  wie  dies  aus  den  Tabellen  über  den
Wert  einer  Tonne  Steinkohlen  an  den  Gruben,  über  die
Jahresdurchschnittspreise  von  Kohlen,  Koks  und  Briketts  im
Oberbergamtsbezirk  Dortmund  sowie  über  die  Jahresdurchschnittspreise ­
  (Verkaufserlös)  von  Kohlen  des  Rh.-W.
Kohlensyndikates  hervorgeht.  Es  wird  nun  von  den  Arbeitgebern ­
  und  der  ihnen  ergebenen  Presse  auf  die  im  Laufe
der  Jahre  erfolgte  Steigerung  der  Selbstkosten  insbesondere
Arbeitslöhne  hingewiesen,  dadurch  werde  der  durch  die
höheren  Kohlenpreise  erzielte  Gewinn  mehr  wie  aufgezehrt.
Dies  scheint  jedoch  nicht  ganz  der  Fall  zu  sein,  denn  die
Ausbeute  ist  pro  Tonne  im  Durchschnitt  der  letzten  Jahre
beständig  gestiegen,  allerdings  ist  nicht  zu  leugnen,  daß
sie  seit  1901,  wie  nachstehende  Tabelle  angibt,  eine  erhebliche
Abschwächung  erfahren  hat.  Es  wurden  nämlich  in  den
Jahren  1886—1904  im  Oberbergamtsbezirk  Dortmund  pro
Tonne  folgende  Ausbeute  verteilt 2 ):

im  Jahr

Mark

im  Jahr

Mark

1886

0,45

1896

0,88

1887

0,51

1897

0,99

1888

0,66

1898

1,04

1889

0,99

1899

1,10

1890

2,11

1900

1,34

1891

1,83

1901

1,35

1892

0,91

1902

1,23

1893

0,49

1903

1,18

1894

0,56

1904

1.17

1895
)  Zitiert

0,68
bei  Götzke,  Das

Rheinisch-Westfälische

Kohlensyndikat,

  p.  72.
*)  Nach  Dr.  Jüngst,  Arbeitslohn  und  Unternehmergewinn,  p.  17-