IV.  Kartell  und  Lohnverhältnisse.

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Dürchschhitt  liefern  dürfte,  der  sich  ohne  Gefahr  eitles  erheblichen ­
  Irrtums  auf  den  ganzen  Bezirk  übertragen  läßt.
Danach  stieg  det  Steueraufwand  von  0,07  M.  auf  0,14  M.
pro  Tonne,  wogegen  die  Verwaltüttgskösten  mit  0,09  M.  pro
Tötthe  unverändert  geblieben  sind.  Gleichzeitig  erführen  Dividende ­
  und  Ausbeute  auf  die  Tonne,  die  sich  allerdings  nicht
auf  die  Qesamtförderung  des  Bezirks,  sondern  nur  auf  einen
nach  Jahren  wechselnden  Prozentsatz  (für  die  letzten  Jahre
auf  mehr  als  70o/o)  errechnen  ließen,  einen  Rückgang  von
1,07  M.  pro  Tonne,  wobei  aber  zu  berücksichtigen  ist,  daß
in  den  kurzen  Zeitraum  1886/92  die  stark  ausgeprägte  Hochkonjunktur ­
  der  Jahre  1890/91  fiel.  Für  die  übrigen  Aufwendungen, ­
  worünter  vor  allem  die  Material-  und  Holzkosten
zu  begreifen  sind,  berechnet  sich  durch  Zusammenfassung
der  aufgeführten  Selbstkostenposten  für  die  beiden  Perioden
und  ihre  Subtraktion  von  den  entsprechenden  Wertziffern
pro  Tonne  ein  Durchschnittsbetrag  von  1,27  M.  für  1886/92
und  von  1,35  M.  für  die  Syndikatszeit.  Diese  kurzen  Darlegungen ­
  zeigen  in  der  Tat,  daß  die  Steigerung  des  Preises
der  Ruhrkohle  zum  großen  Teile  der  Erhöhung  der  Selbstkosten ­
  entspricht.
Wenn  man  nun  die  ersten  sechs  Syndikatsjahre  mit  den
folgenden  sieben  vergleicht,  gelangt  man  ebenfalls  zu  dem  Ergebnis, ­
  daß  die  Heraufsetzung  des  Preises  in  dieser  Zeit  in
erster  Linie  durch  die  Erhöhung  der  Selbstkosten,  insbesondere ­
  durch  die  Steigerung  der  Löhne  bedingt  war.  Der
Verkaufserlös  (wohl  gemerkt  nicht  wie  vorher:  Wert  am
Ursprungsort)  im  Syndikat  pro  Tonne  stellte  sich  im  Durchschnitt ­
  der  Jahre  1893/98  auf  8,07  M.,  für  1899/00  dagegen
auf  10,08  M.,  mithin  2,01  M.  höher.  Von  diesem  letzteren
Betrag  wurden  beansprucht  durch  Mehraufwand  für  Löhne
1,03  M.  (4,97  M.  gegen  3,94  M.),  für  soziale  Versicherung
0,14  M.  (0,57  M.  gegen  0,43  M.),  Verwaltungskosten  und
Steuern  (Beispiel  von  Qelsenkirchen)  0,08  M.  (0,28  M.  gegen
0,20  M.),  für  Materialien,  Holz  usw.  0,31  M.  und  für  Dividende ­
  0,45  M.  (1,22  M.  gegen  0,77  M.).  Die  Steigerung  der
Dividende  muß  erheblich  geringer  erscheinen,  wenn  man
berücksichtigt,  daß  die  Jahre  1898/1905,  mit  Ausnahme  der
Krisenjahre  1900/1901,  Jahre  ausgesprochener  Hochkonjunktur ­
  umschließen,  wogegen  in  den  drei  ersten  Syndikatsjahren