IV.  Kartell  und  Lohnverhältnisse.

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rial  nicht  an;  endlich  spricht  Herbig 1 )  den  Beziehungen  des
Lohnes  zum  Kohlfenpteise  gegenüber  anderen  hiöglichen  Feststellungen ­
  die  in  der  öffentlichen  Meinung  behauptete  Bedeutung ­
  ab.
Eifl  anderer  Autor,  Lenz 2  3  4  * ),  erklätt  äber,  daß  bei  dem
Interesse,  welches  Untersuchungen  über  das  Verhältnis
zwischen  Produktionsfaktoren  und  Ertrag  auch  aus  dem  theoretischen ­
  Gesichtspunkt  beanspruchen  könnten,  es  zu  bedauern ­
  seih  würde,  wenn  sie  auf  einem  so  wichtigen  Gebiete ­
  der  Rohstoffgewinnung  nun  mangels  geeigneter  Unterlagen ­
  nicht  sollten  stattfinden  können 8 ).  Lenz  glaubt  daher
vielmehr  auch,  für  das  gegebene  Material  ihre  Zulässigkeit
und  ihren  Wert  genügend  darlegen  zu  können.
Herbig  sagt  ganz  richtig:  „Preis,  Selbstkosten  und  Überschuß ­
  sind  die  drei  wichtigen  wirtschaftlichen  Ziffern,  die
in  Wechselwirkung  mit  dem  Lohne  stehen.“  Sehen  wir  nun
zu,  inwieweit  sich  aus  ihnen  Erkenntnisse  gewinnen  lassen.
—  Für  das  Verhältnis  zwischen  Lohn  und  Tonnenüberschüß
stellt  Herbig 1 )  zunächst  fest,  daß  sich  für  Saarbrücken  seit
1894  eine  Abhängigkeit  nicht  feststellen  lasse.  Hinsichtlich
der  Beziehung  zwischen  Lohn  und  Selbstkosten  kommt  er
zu  dem  Ergebnis,  daß  die  Stetigkeit  der  Lohnentwicklung
im  Saabrückener  Bezirk  sich  in  der  Selbstkostenkurve  wiederfinde; ­
  bei  dem  überwiegenden  Anteile  des  Arbeitslohnes
an  den  Generalunkosten  pro  Tonne  kann  ja  eine  abweichende
Gestaltung  beider  Zahlenreihen  kaum  stattfinden.  So  bleibt
nur  die  Beziehung  des  Lohnes  auf  den  Preis  pro  Tonne  übrig;
hier  aber  erhebt  Herbig  einschneidende  Bedenken.  Jüngst
habe  den  größeren  Selbstverbrauch  im  Saarrevier,  sowie  die
Syndikatsumlage  im  Ruhrgebiet  nicht  berücksichtigt,  Bosenick ­
  außerdem  kleinere  Versehen  begangen;  der  Wert  der
Produktion  werde  in  Westfalen  und  Saarbrücken  nicht  nach
der  gleichen  Methode  berechnet,  sei  daher  nicht  vergleichi) ­
  Herbig,  a.  a.  O.,  p.  321.
3 )  Lenz,  Arbeitslohn  und  Tonnenwert  im  preußischen  Steinkohlenbergbau, ­
  Deutsche  Wirtschaftszeitung,  Nr.  13,  1910.  Ich  gebe  im  folgen:
den  hauptsächlich  die  Ausführungen  von  Lenz  wieder.
3 )  Tatsächlich  wird  in  den  Jahresberichten  der  einzelnen  Werke
der  Anteil  des  Lohnes  am  Tonnenwerte  häufig  berechnet.
4 )  Nach  den  bei  Bosenick  a.  a.  O.,  p.  66  gegebenen  Ziffern,  die  er
bis  auf  1908  ergänzt.