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IV.  Kartell  und  Lohnverhältnisse.

bar.  Wenn  wir  uns  darauf  beschränken,  den  auf  Lohnarbeit 1 )
entfallenden  Teil  der  Selbstkosten  zu  dem  Werte  der  geförderten ­
  Kohle  an  der  Grube,  dem  sog.  Haldenwerte,  in  Beziehung ­
  zu  setzen,  so  bedürfen  wir  als  Grundlagen  nur  der
reinen  Lohnsumme,  welche  auch  Herbig *  2 )  als  sicheren  Ausgangspunkt ­
  gelten  läßt,  und  des  von  der  amtlichen  Statistik 3 )
uns  gelieferten  Haldenwertes,  dessen  Vergleichbarkeit  wir
trotz  der  von  Herbig  gemachten  Ausstellung  mangels  anderer ­
  Angaben  freilich  gelten  lassen  müssen 4 ).  Abgesehen
wird  dabei  von  dem  erzielten  durchschnittlichen  Verkaufspreise ­
  für  die  nicht  selbstverbrauchte  Fördermenge  und  von
den  übrigen  Selbstkosten,  in  denen  die  Syndikatsumlage  mit
enthalten  sein  müßte.  Auf  diesem  Wege  haben  Jüngst 5 ),  welcher ­
  die  Gesamtsummen,  und  Bosenick 6 ),  der  Lohn  und  Wert
pro  Tonne  gegenüberstellt,  Ergebnisse  erzielt,  welche  für
Oberschlesien  und  den  Oberbergamtsbezirk  Dortmund  fast
übereinstimmen,  für  das  Saargebiet  aber  bis  Ende  der  90  er
Jahre  nicht  unerheblich  differieren.
Unabhängig  hat  nun  Lenz  versucht,  aus  den  in  der
amtlichen  Statistik  an  verschiedenen  Orten 7 )  gegebenen
Daten  für  den  Jahresarbeitsverdienst  und  die  Jahresförderung ­
  eines  Arbeiters  seinen  Arbeitsverdienst  pro  Tonne  und
durch  Vergleich  mit  dem  Tonnenwert  den  Anteil  des  Lohnes
am  Wert  der  Förderung  zu  berechnen.  Werden  statt  sämtlicher ­
  Arbeitslöhne  nur  die  sog.  Betriebslöhne  und  statt
des  Tonnenwertes  der  Erlös  genommen,  so  ergeben  sich
aus  den  bei  Herbig 8 )  angeführten  Bosenickschen  Ziffern  die
Anteilsquoten,  welche  im  folgenden  für  den  Saarbrückener
*)  Mit  Ausschluß  also  der  Angestellten  (b.  Personen).
2 )  Herbig,  a.  a.  O.,  p.  319.
3 )  Zeitschrift  für  Berg-,  Hütten-  und  Salinenwesen  im  preußischen
Staate.
*)  Herbig  gibt  die  veraltete  Erhebungsmethode  im  Bezirk  Saarbrücken ­
  als  störend  an,  ohne  die  durch  sie  verursachte  Abweichung
zahlenmäßig  zu  belegen;  solche  Ungenauigkeit  der  gegebenen  Unterlagen ­
  würde  sich  aber  bei  den  wenigsten  Vergleichen  ganz  ausschalten
lassen.
5 )  Jüngst,  a.  a.  O.,  p.  14.
6 )  Bosenick,  a.  a.  O.,  p.  108—114.
7 )  In  den  Jahresübersichten  der  Bergarbeiterlöhne  (vgl.  auch  Reichsanzeiger ­
  und  Reichs-Arbeitsblatt  sowie  die  Zusammenstellung  am
Schluß  der  jährlichen  Übersicht  über  den  Steinkohlenbergbau  in  Preußen.
8 )  Herbig,  a.  a.  O.,  p.  320.