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IV.  Kartell  und  Lohnverhältnisse.

und  b  dem  Haldenwert  der  Produktion  die  Löhne  sämtlicher
Arbeiter  gegenübergestellt  sind,  auch  der  bei  der  Aufbereitung, ­
  Kokerei  usw.  Beschäftigten,  so  daß  der  Anteil  des
Lohnes  am  Wert  der  Produktion  durchweg  etwas  zu  hoch
erscheint 1 ).  Der  Anteil  der  unterirdisch  beschäftigten  eigentlichen ­
  Bergarbeiter  würde,  vom  Arbeitsverdienst  und  Haldenwert ­
  berechnet,  über  die  vorstehend  gegebenen  Ziffern  erheblich ­
  hinausgehen *  1  2 ),^  ihre  Anzahl  beträgt  gegenwärtig  ca.
50  vom  H  ändert  aller  Bergarbeiter.
Betrachten  wir  nun  die  Ergebnisse  der  mitgeteilten  Ziffern ­
  zunächst  untereinander,  so  stehen  ihrer  Höhe  nach  die
Bosenick-jüngstschen  Ziffern  unter  den  von  Lenz  errechneten,
  die  Ziffern  zu  c  meist  darüber;  da  der  Spielraum  zwischen ­
  ihnen  gering  ist  und  sich  eher  noch  verringert,  so,  dürfte
Ziffer  b  etwa  den  Durchschnitt  des  jährlichen  Anteils  in
den  drei  Bezirken  wiedergeben 3 ).  —  Eine  übereinstimmende
Entwicklung  läßt  sich  für  Oberschlesien  und  Saarbrücken
feststellen;  nach  starkem  Aufschwung  1889,  eine  Senkung  in
der  Hochkonjunktur  und,  nach  zweimaligem  Schwanken,  ein
dauerndes  Sinken  von  1895  bis  1901,  neuer  Aufstieg  seit  1902
und  starkes  Abfallen  der  Anteilziffer  1906/08  in  Schlesien,

wertvoll  und  von  ganz  besonderem  Wert,  sobald  es  sich  um  Vergleiche
über  längere  Zeiträume  hinweg  handelt.“  Gegenüber  den  in  Spalte  3
unserer  Tabellen;  1  u.  2  enthaltenen  Durchschnittsziffern  wird  festgestellt, ­
  daß  in  Oberschlesien  die  Anzahl  der  jungen  und  ungelernten  Arbeiter ­
  besonders  hoch  sei,  über  Tage  würden  doppelt  und  dreifach  so
viel  Arbeiter  gebraucht,  als  in  anderen  Revieren;  die  Löhne  der  Häuer
in  1909  werden  auf  durchschnittlich  1450—1500  Mk.  berechnet,  dazu
treten  Naturalbezüge,  Wohnungen,  Garten-  und  Ackerland.  Letzteres
hebt  auch  Herbig  (S.  318—323)  für  Saarbrücken  gegenüber  Westfalen
hervor.  —  Für  die  durchschnittliche  Jahresleistung  (Spalte  4  der  Tab.
1  u.  2)  geben  das  „Jahrbuch  für  den  Oberbergamtsbezirk  Dortmund“
1910  S.  737  z.  B.  für  Oberschlesien  1908  :  324  t,  die  erwähnte  oberschlesische ­
  Statistik  319  t  an,  gegenüber  314  der  amtlichen  Statistik.  —
Bei  c  in  Tab.  3  ist  der  Betriebslohn  pro  Tonne  erheblich  höher  als
der  Durchschnittsverdienst;  der  Verkaufspreis  weicht  von  dem  Produktionswert ­
  nur  unerheblich  ab.
1)  Vor  allem  im  O.  B.  Dortmund;  Jüngst,  S.  44.
2 )  In  1908  beträgt  er  z.  B.  für  Oberschlesien  39,59  gegenüber
34,15  bei  allen  Arbeitern;  vgl.  die  Jahresübersichten  der  Bergarbeiterlöhne ­
  und  Jüngst,  S.  44.
3 )  Für  den  Steinkohlenbergbau  in  Niederschlesien  und  bei  Aachen
vgl.  Bosenick,  S.  108—112.  Im  Braunkohlenbergbau  betrug  beispielsweise ­
  der  Anteil  des  Lohnes  am  Tonnenwerte  im  O.  B.  Halle  1907:
49,52%.  ,  1..1