VII.  Kartell  und  soziales  Emporsteigen  der  Arbeiter.

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Entwicklung  hemmenden  Einfluß  darin  erblicken,  der  aber
auch  anderwärts  in  der  Industrie  zu  beobachten  ist,  daß  da,
wo  man  früher  noch  Elemente,  die  aus  Fachschulen  bezw.
dem  eigentlichen  Arbeiterstande  oder  überhaupt  dem  unteren
Persona  hervorgingen,  die  Selfmademen,  nicht  mehr  so
sehr  zur  Besetzung  höherer  Stellen  heranzieht,  sondern  Akademiker ­
  bevorzugt.  Die  Grubenbesitzer  pflegen  bei  der
Besetzung  erledigter  Stellen  mehr  und  mehr  akademisch  gebildete ­
  Bergleute,  Bergräte  und  Bergassessoren  anzustellen,
die  ja  auch  schon  zu  verhältnismäßig  geringem  Gehalte  arbeiten, ­
  abgesehen  davon,  daß  die  Zechenbesitzer  es  überhaupt ­
  lieben,  einen  Akademiker  an  der  Spitze  zu  haben.
Die  Syndikate  rufen  in  den  Personalverhältnissen  auch
nach  der  Hinsicht  eine  Änderung  hervor,  daß  an  Stelle  der
kaufmännischen  Hilfskräfte,  die  durch  die  Tätigkeit  des
Syndikats  erspart  und  von  diesen  aufgenommen  wurden,
mehr  technische  Beamte  angestellt  und  dadurch  dem  Arbeiter,
wie  hier  dem  Bergmann,  noch  mehr  Gelegenheit  geboten
wird,  aufzurücken.
Soweit  die  Verhältnisse,  wie  sie  sich  in  der  Kohlenindustrie ­
  des  Ruhrbezirks  zu  Beginn  des  Kohlensyndikates
gewiß  nicht  ungünstig  gestalteten,  bis  andere  Momente,  die
noch  erörtert  werden,  hinzutraten.
In  der  Großindustrie  im  allgemeinen  wird  aber  ein  soziales ­
  Aufsteigen  des  Lohnarbeiters  zum  Unternehmer  schon
aus  kapitalistischen  Gründen  mit  geringen  Ausnahmen  als
ausgeschlossen  erscheinen  müssen,  normale  Verhältnisse
natürlich  vorausgesetzt.  Die  schöne  Redensart,  daß  jeder
Arbeiter  heute  noch  den  Marschallstab  —  in  diesem  Falle  die
Möglichkeit  Unternehmer  zu  werden  —  im  Tornister
trägt,  kann  für  die  Großindustrie  heute  als  ausgeschaltet
gelten.  Die  Kartelle  haben  zwar  diese  Entwicklung  nicht
allein  hervorgerufen,  einen  nicht  unwesentlichen  Einfluß  hierauf ­
  haben  sie  jedoch  immerhin  ausgeübt.
Sie  haben  sogar,  größtenteils  freilich  gegen  die
eigenen  organisatorischen  Absichten,  die  großkapitalistische
Entwicklung  der  Montan-  und  Eisenindustrie  rapide  gefördert
und  damit  den  Einzug  zum  Unternehmerparadiese  (wenn  es
ein  solches  ist)  dem  Arbeiter  noch  mehr  vermauert.  Es
kommt  weiter  hinzu,  daß  im  Großbetriebe  selbst  auch  das