14 Erstes Buch. Die Begründer. ist. Und selbstverständlich stellt nur der Unterschied, der Überschuß dieser über jene, den wirklichen Güterzuwachs vor. Dies nannten sie, und alle nach ihnen, den „Reinertrag“ (Le produit net). ' Jedoch glaubten die Physiokraten, daß dieser Reinertrag nur in einer einzigen Kategorie der Gütererzeugung, in der Landwirtschaft, existiere. Nur dort, sagten sie, übersteigen die erzeugten Güter die verbrauchten: der Landarbeiter erzeugt, abgesehen von Unglücksfällen, ­ mehr Getreide als er verbraucht, einschließlich nicht nur des zur Aussaat gebrauchten Saatgutes, sondern auch des von ihm als Nahrung während des Jahres verbrauchten Getreides. Und weil die landwirtschaftliche Gütererzeugung diese einzige und wunderbare Fähigkeit des Reinertrages hat, konnte die Spartätigkeit einsetzen, und die Zivilisation entstehen 1 ). In allen übrigen Zweigen der Gütererzeugung ist es anders; weder im Handel noch im Transport erzeugt die Arbeit des Menschen irgend etwas, da ja die schon erzeugten Güter nur ausgetauscht werden oder Ortsverändernngen unterliegen. Auch die Tätigkeit des Handwerkers beschränkt sich auf die Veränderung, Mischung oder Zusammenfügung der Rohstoffe' 2 ). Man wird einweffen, daß er den Wert vermehrt? Wohl richtig, aber nur im Maßstabe der Werte, die er selbst verbraucht, denn der Preis der Handarbeit stellt nichts weiter dar, als den Preis der zum Unterhalt des Handwerkers nötigen Verbrauchsgüter. In Frage kommt nur eine Addition von verschiedenen ­ aufeinanderfolgenden Werten, ebenso wie es sich nur um ein Zusammenfügen verschiedener Rohstoffe handelt. „Und“, sagt La Rxvieee, „Addieren ist nicht Multiplizieren“ 3 ). Q „Das Glück der ganzen Menschheit ist eng mit dem größtmöglichen Reinertrag ­ verbunden“ (Dupont de N., Origine d’une Science nouvelle — Ursprung ­ einer neuen Wissenschaft, S. 346). 2 ) „Die Arbeit, die sich nicht mit dem Boden beschäftigt, ist vollständig unproduktiv, ­ denn der Mensch ist nicht Schöpfer“ (Lb Teosne, S. 942). „Die natürliche Tatsache, daß die Erde die Quelle aller Güter ist, ist an sich schon so selbstverständlich, daß niemand sie bezweifeln kann“ (Derselbe, Interet social). „Die Erzeugnisse des Bodens zerfallen in zwei Teile, das was übrig bleibt, ist jener unabhängige und verwendungsbereite Teil, den die Erde als reines Geschenk über die Vorschüsse und über den Arbeitslohn hinaus dem gibt, der sie bearbeitet“. (Tukgot, Reflexions sur la formation, usw). „Die von den Handwerkern den Rohstoffen gegebenen Formen sind gut und schön, aber vor ihrer Arbeit müssen andere schon Güter erzeugt haben; erstens alle Rohstoffe, zweitens alle Nahrungsmittel. Nach ihrer Arbeit müssen andere das erzeugen, womit sie entschädigt oder bezahlt werden. Im Gegensatz hierzu erzeugen die Landwirte als erste und einzige, alles, was sie verwenden, alles, was sie und Andere verbrauchen. Hierin liegt der Unterschied zwischen produktiv und unproduktiv.“ (Baudbaü, Briefwechsel mit Gkaslin.) 3 ) Ein Weher kauft für 150 Fr. Nahrungsmittel und Kleidung und für 50 Fr. Flachs, den er als Leinewand für 200 Fr. verkauft, welche Summe dem Aufwand