Kapitel I. Die Physiokraten. 29 2. die Austeiler der von der Natur erzeugten Güter im Interesse der Allgemeinheit, die Verwalter der Gesellschaft zu sein 1 ); 3. die Muße ihres Lebens dazu zu verwenden, der Gesellschaft unentgeltlich all jene Dienste zu leisten, deren sie nicht ent behren kann; 4. die Gesamtheit der Steuern, wie wir sehen werden, zu zahlen, und 5. vor allem die Landwirte, ihre Pächter, zu schützen und sie nicht zu bedrücken, indem sie ihnen mehr als den Reinertrag abnehmen. Allerdings gehen die Physiokraten nicht so weit, von dem Besitzer zu verlangen, ihnen einen Teil dieses Reinertrages zu überlassen, aber S1 e beschwören ihn, ihnen wenigstens den Betrag ihrer reichlich be sessenen jährlichen und primären Vorschüsse (avances annuelles et primitives), zu lassen. Dies ist zwar nicht viel, aber für die da malige Zeit doch immer etwas. „Ruft nur: Wehe den Besitzern, ''ehe den Herrschern! Wehe allen Ländern, wenn den Landwirten lese Rückzahlungen genommen werden, wenn die Erde, von deren Sichtbarkeit alles abhängt, bestohlen wird! — . . Überzeugt Euch "°hl, daß das Los dieser kostbaren Menschen, die ihren Besitz oder en Anderer bearbeiten, Niemandem gleichgültig sein kann . . ., daß a j es > was sie bedrückt, erniedrigt, beeinträchtigt, beraubt, der Ge sellschaft die tiefsten Wunden schlägt, daß alles, was sie erheben, a es, was zu ihrem Wohlsein, ihrer Befriedigung, ihrem Reichtum eitragen würde, eine Quelle des Glücks für sämtliche Klassen ist“ 2 ). ?, er Hübe hält, tut das nützlichste, was ein Privatmann überhaupt auf Erden tun kai * (Baudbau). e ) >,Bie Reichen sind die Verwalter der Ausgaben, mit denen sie die Arbeiter nnen; sie würden die Letzteren sehr schädigen, wenn sie, um diese Ausgaben er sparen, arbeiteten“ (Quesnay I, S. 193). str Baudeau, S. 835, 839. Auch Mekciee de la RivijSee schreibt nicht weniger den ”® s lst bei Strafe der Vernichtung der Erzeugnisse und der Gesellschaft Zu m Großgrundbesitzer und Jeder menschlichen Macht verboten, etwas von dem Teil nehmen, der von den Produkten beiseite zu setzen ist. um diese Vorschüsse kiin U ZU mac l i en“ (S. 467). Wenn sie die Geschichte Irlands hätten voraussehen ? en > so würden sie dort eine bemerkenswerte Bestätigung ihrer Ansichten ge- me n haben. hahen^ r ' r erillnern Jedoch hierbei, worauf wir schon oben (S. 25, Anm. 1) hiugewiesen der i? die Physiokraten, wenn sie von dem Recht des Landwirtes auf einen Teil empj^ 1 '% n isse sprechen, nur die Pächter und Halbscheidpächter, aber nicht die lohn- gnjj , n ^ en .^ ei1 landwirtschaftlichen Arbeiter im Auge hatten; für die letzteren be- Man w Si . e S1C E die Forderung aufzustellen, daß sie reichlich zu leben haben sollten, zu re i a Sle s °gar im Verdacht gehabt, als ob sie befürchteten, die Arbeiter möchten op. 0 j t T lcl1 zu leben haben, da sie daun mit arbeiten aufüören würden (vgl. Wkolersse, führt et passim). Diese Beschuldigung erscheint aber ungerecht. Wbulbbssb Presser 6 ; S * ^°rte Quesnay’s an, mit denen er gegen die „Behauptung der Br- ’ a “ die Bauern arm sein müssen, um sie am faulenzen zu hindern,“ protestierte.