81 Liegenschaften und in den Städten die Gebäude mit Zuschlägen be lastet wissen. Er unterscheidet zwischen centesimi ordinari und centesimi straordinari. Erstere sind die innerhalb der gesetzlichen Grenze auferlegten Zuschläge. Sie sollten das Rückgrat der Ge meindebesteuerung bilden. Die Zuschläge über die gesetzliche Grenze hinaus, die centesimi straordinari, dagegen sollten erst nach Anwendung der Spezialsteuern erhoben werden dürfen. — In der Grundauffassung mit Ellena übereinstimmt Magliani, nach dem „die centesimi addizionali zur Grund- und Gebäudesteuer das hauptsächliche und wesentliche Fundament des Steuersystems der Gemeinden bilden sollen, nicht nur aus verschiedenen, leicht zu erkennenden Gründen, sondern auch wegen des geringeren Einflusses, den sie auf die Produktionsbedingungen und auf die Gestaltung der Preise der zum Leben notwendigen Yerbrauchsobjekte ausüben“. Dies begründet er damit, daß die Grundsteuer infolge ihres Alters sich derart zu einer Reallast verhärtet habe, daß sie von den Grundbesitzern gar nicht mehr als Steuer empfunden werde. Zugunsten der Zuschläge führt er weiter an namentlich die Bestimmtheit, die Leichtigkeit und die geringen Kosten der Erhebung. Auch Willkür und Ungerechtigkeit der Besteuerung seien ausgeschlossen. Indem er so die Zuschläge zum Rückgrat der Kommunalbesteuerung gemacht wissen will, fordert er als Ziel der Steuerreform „ein einfaches System, auf gebaut auf zwei großen Hauptsteuern, auf der Grund- und auf der Verbrauchs steuer, und auf drei anderen Steuerarten“, einer der staatlichen imposta di ricchezza mobile entsprechenden Einkommensteuer, einer Verkehrssteuer, und einer Abgabe als Entgelt für spezielle Dienst leistungen *). — Auch Soro-Delitala erklärt sich für das System *) Magliani, La quistione etc., in der Nuova Antologia, 1878, S. 291 ff. Es heißt hier (S. 315): „I centesimi addizionali all’ imposta dei terreni e dei fabbricati costituir dovrebbero il precipuo ed essenziale fondamento dei sistema tri- butario dei comuni, non solo per varie ragioni, che e molto agevole di riconosoere, ma ancora per la minore influenza che ne deriva sulle condizioni della produzione e sul prezzo dei consumi necessari alla vita. — Le ragioni piü agevoli ad intendere sono la certezza, la facilitä, e la minima spesa di riscossione, e l’impossibilita di arbitri e di ingiustizie. Jo insisto sopra qnesto che mi pare principalissimo e piü sostanziale vantaggio. L’imposta fondiaria non ha e non puö avere, a differenza di tntte le altre, che leggierissima infiuenza sulla produzione e sui prezzi. Se l’imposta e di vecchia data, e scontata nel prezzo dei fondo, non ricade sul pro- prietario, non ne diminuisce la rendita, non il profltto dei Capitale impiegato, non i mezzi di accrescere e migliorare la produzione, Un aumento dell’ imposta fon diaria produce diminnzione della rendita netta della terra, non dei reddito netto della produzione. L’influenza sarebbe esiziale solo in un caso estremo: quando A. Hoffmann, Kommunalbesteuerung in Italien. 3