14 Srntsbericht der landwirtschaftlichen LentralgesÄIschatt zu Warschau rom I. Januar 1009.*) D u r ch s ch n i t t s er tr ä g e in dz ti o it ha Gouver nement Roggen Groß- > Klein besitz Weizen Groß- > Klein besitz Hafer Groß- j Klein besitz Gerste Groß- i Klein- besitz Kartoffeln Groß- | Klein besitz Kalisch 14-24 10-18 16-36 12-20 11-21 8-21 11-24 11-21 140-280 92-280 Kielce 8-24 10-16 12-24 10-20 13'/s-27 11-27 11-21 9-16 70-216 115-185 Lublin 6-22 6-26 10-24 8-30 9-27 8-211/s H-211/2 6i/ 2 -21 84-280 92-216 Lomscha 10-24 16 14-24 14 6‘/ 3 -18 6% 61/2-16 8 115-185 185 Petrikau 14-20 8-10 24 — 11-131/2 9 11 — 140-216 92-115 Plozk 16-22 10-16 18 — 16 — ' 12 9 140 140-170 Radom 8-16 6-12 12-24 — 11-27 8-21 9-21 8-16 185-222 155-210 Siedlez 10-20 8-14 14-30 12-20 8-21 8-16 11-131/2 6Vz-13i/2 93-208 155-280 Suwalki 8-20 8-16 8-20 8-16 4-11 3-9 51/2-18 61/2-12 84-210 92-216 Warschau 12-24 10-22 16-28 16-28 11-24 8-16 12-21 8-16 115-315 92-216 Die Fruchtbarkeit des Bodens im König reich Polen kommt derjenigen der benach barten Provinzen Deutschlands gleich. Die längs der Talzüge durchzogenen Geschiebemergel- und Lehmböden und Tone mit Schwarzerdebildungen nördlich der Weichsel und zwischen Weichsel, Bzura und Pilica. Insbesondere zeichnen sich die Kreise Wloclawek, Kutno und Lenczyca durch ihre Frucht barkeit aus, welche den Zuckerrübenbau sehr erfolgreich gestaltet. Östlich der Weichsel und südlich der Pilica beginnt zum Teil im österreichischen Verwaltungsgebiete die Verbreitung von mergli gen, kalkigen und tonigen Schichten der Kreideformation, die von Schwarzerdebildungen bedeckt sind und gleichfalls sich, wo die Grundwasserverhältnisse nicht ungünstig einwirken, als außer ordentlich fruchtbar erweisen. Der größere Teil des Generalgouvernements Warschau ist von hohem landwirtschaftlichen Wert. Allerdings wird in weiten Gebieten dieser Wert erst durch die Hereinbringung einer höheren Kultur zum Vorschein kommen. Hier herrschen die gleichen Ver hältnisse vor wie in den fruchtbaren Gegenden von Ostpreußen, die von Endmoränen durchzogen werden; die offensichtliche Fruchtbarkeit wird lediglich durch eine starke Steinbestreuung beeinträchtigt, deren Beseitigung aber unter gleichzeitiger Ver wertung des Steinmaterials für Häuser- und Straßenbauten in verhältnismäßig kurzer Zeit möglich ist. *) v. Rosenwerth S. 127.