Einleitung. ') oder ob es relativ, unsicher und nur unter ganz bestimm- ten Bedingungen richtig sein soll. Eine Beziehung auf irgend welche menschlichen Zustände findet natürlich immer statt; ein Wert ist alles, was man vor andcreni bevorzugt, und das kann auf sehr vielen Gebieten statt finden. Was aber für das Zusammenleben der Men schen und ihre Betätigung als unbedingt erstrebens wert gilt, das kann im Gegensatz zu all dem Schwan kenden immerhin absolut genannt werden, wenn auch freilich unter der Voraussetzung des Lebens in einen, Kulturstaat. Allein die „Organisation" wird durch die allgemeine Anerkennung noch mehr, noch Höheres; sie wird zunh Sollen, wird zum normativen Wert, zur Norm. Normative Werte aber sind solche Werte, die sich in der Erfahrung erprobt haben und darum zu Regeln oder Geboten erhoben werden, nach denen wir unser Leben einrichten sollen. Und so bekommt der Gedanke auch einen ethischen Gehalt; wenn etwas so Sicheres und Erprobtes vorliegt, dann diirfen wir nicht gleich gültig daran vorübergehen, sondern müssen es erfas sen, dazu Stellung nehmen und unser Tun darnach einrichten. Wir sollen „organisieren", das wird zur For derung, sobald wir eingesehen und zugegeben haben, daß das unbedingt für uns gut ist. Das aber ist es eben, was man heute konstatieren kann; Erfah rung und Denken zeugen für diesen Begriff, ja man kann ihn einen Zentralbegriff dieses Weltkrieges nennen. Das Wort an sich genommen erinnert sofort an andere ähnliche: an Organismus und die einzelnen Organe;