II. Akratie und Aristagie. Diese neugebildeten Worte" erinnern jedermann un willkürlich an zwei ähnliche, die noch häufig als voll gültig gebraucht werden: Anarchie und Aristokra tie. Besonders dieser hat eine so wichtige Rolle in der Politik gespielt, daß seine spezielle Beleuchtung vom Prinzip der Organisation aus eine eingehende Betrach tung verdient. Aber auch im ersten steckt ein Kern von Wertvollem, der nur herausgeschält zu werden braucht; beide aber entsprechen meines Erachtens nicht mehr möglichen Kulturzuständen und sollten daher durch die neugebildeten ersetzt werden. Wie man Maschinen wegwirft, die den Anforderungen neuester Technik nicht mehr entsprechen, so sollte man auch Worte fal len lassen, die sich als unbrauchbare Hilfsmittel des Denkens erweisen lassen, denn Schlagworte veralten so gut als Werkzeuge. Um das einzusehen, braucht man nur eine große Organisation ins Auge zu fassen, die wir alle heute für bewährt erklären, unsere Armee. Von Anarchie kann keine Rede sein, aber ebensowenig von aristokratischem Charakter unseres Heeres, noch von demokratischem. Es muß dieser Organisation ein Prädikat eigen sein, das zwischen beidem liegt — das Wesen unserer Armee