39 — raschen und regelmäßigen Nachrichtendienst?) Schon der re daktionelle Teil wirkt mit seiner Fülle an aktuellem Stoff, mit seinen allgemeinen politischen, handelspolitischen und wirt schaftlichen Meldungen?), mit den Nachrichten über wissenschaft liche und technische Vorgänge und mit seiner Kritik gestaltend und verändernd aus die Konjunktur, auf die Börse, auf Handel und Industrie, auf die ganze Volkswirtschaft ein. Wichtiger noch sind die gesondert zusammengestellten Nachrichten über Handel und Industrie, Verkehrs- und Finanzwesen, Saaten stand und Ernte usw., die einen besonderen Teil des mo dernen Tageblatts, den .Handelsteil, bilden. Jede Zeitung, die als maßgebend gelten will, sorgt dafür, daß sie durch sachgemäße, unbeeinflußte Berichte und Belehrungen in ihrem Handelsteil dem Publikum ein zuver lässiger und unparteiischer Berater ist. Der vielseitige aktuelle Inhalt des Handelsteils gibt den Produzenten und Konsu menten jeweils von der Lage des Weltmarkts Kenntnis. Er stellt die unentbehrliche Grundlage für die Spekulations geschäfte der Kaufleute und Kapitalisten mit Waren und Effekten dar. Großen Wert besitzt er für die verschiedenen wirtschaftlichen Maßnahmen und Abschlüsse sowie für die private Vermögensanlage. Hierfür kommen namentlich die in einer scharf hervortretenden Rubrik des Handelsteils be sonders zusammengestellten Kursberichte der Börsen in Betracht. h Vom 1. Oktober 1849 ab wurde in Preußen die „Benutzung der electro-maguetischeu Telegraphen Seitens des Publikums" gestattet (Amtsbl. des Königl. Post-Departements 1849 S. 354). 2 ) Schon in der periodischen Presse des 17. Jahrhunderts fanden sich Schiffahrtsnachrichten und Mitteilungen über Warenhandel (Bode S. 27 ff.). — Stieler S. 139: „Der Kaufleute Nutz von den Novellen erscheinet fast alle Post-Tage: Sintemahl fast kein Stand, welcher auff dieselben mehr halte, als dieser: Wie sie dann dieser Orten, (etwa zu Leipzig) was für Wahren hier oder dar ankommen, in welcher Menge und welchem Preiß sie verkanfft und ersteigert worden, oder gefallen? Die genaueste Nachricht haben" (Aehnlich von Beust III S. 661). — von Beust III S. 661: „eignet sich die Kanfmannschafft fast das meiste von dem Nutze» derer Zeitungen zu; weil selbige nicht ohne Grund behauptet, daß sie zu den gedruckten Nouvellen nicht nur vieles bey tragen, sondern auch dieser selbst wegen des Gewerbes mit auswärtigen Völckern, ohne Nachtheil ihrer Handlung, nicht entbehren könne".