54 oder unbestimmt gehaltenen Ziffern^) bekannt und Angaben über die Postauflagen nur in Einzelfällen zu erlangen sind. Immerhin haben erfahrungsgemäß große politische Zeitungen und bedeutende Anzeigeblütter, die für Berechnungen der angedeuteten Art ausschlaggebend sind, durchweg verhältnis mäßig viel mehr andere Bezieher als Postabonnenten. Dazu kommt, daß das Verhältnis von Gesamtauflage und Post auflage bei den einzelnen Blättern ganz verschieden ist, so daß die Berechnung einer mittleren Verhältniszahl kein richtiges Bild der tatsächlichen Verhältnisse ergeben würde. Es bestehen große Zeitungen, bei denen Gesamt- und Postauslage sich wie 4 ; 1 verhalten, bei anderen Zeitungen ist dies Verhälnis gleich 6 : 1 oder von noch größerem Unterschied. Namentlich ist die Postauslage bei weit verbreiteten Zeitungen, wie erwähnt, verhältnismäßig nicht hoch, weil es diese Zeitungen vielfach ermöglichen können, durch eigene Einrichtungen, z. B. durch Begründung von Filialen oder durch Verwendung von Expreßboten 2 ) ohne Inanspruchnahme des Postvertriebs zahlreiche Abonnenten außerhalb des Erscheinungsorts zu gewinnen. In Deutschland stellt das Pvstabonnement immerhin eine äußerst beliebte Form des Bezuges sämtlicher Arten von Zeitungen und Zeitschriften dar?) Das Zeitungswesen kann J ) Die Angaben in den Katalogen der Annoncenexpeditionen lauten vielfach: „von . . bis . .", „ca", „über", „und mehr", „im Sommer", „im Winter". Bestimmte Stichtage liegen den Zählungen auch nicht zugrunde. 2 ) Dies ist nach § 2 des Postgesetzes vom 28. Oktober 1871 zulässig. „Die großen Zeitungen bedienen sich nicht des Postzeitungsamts in der Umgebung, sondern sie schicken den sogenannten expressen Boten" (Stenogr. Ber. Bd. 284 1912 S. 1054 — Abg. Oertel —). 8 ) Die Zahl der durch die preußische, die norddeutsche und die im Jahre Stück Zunahme in °/o im Jahre Stück Zunahme in °/o 1823 474 1873 5579 1077 1833 1159 145 1883 8529 1699 1843 1310 176 1893 10358 2085 1853 1751 269 1903 12330 2501 1863 2763 483 1913 14480 3022