85 Don Zeitungsgebühren ausführt.') Bei Zugrundelegung des selben Prozentsatzes ist anzunehmen, daß von den 1 878 000 000 Zeitungsnummern, die die Post im Jahre 1910 vertrieben £jat, 2 ) rund 1 784 000 000 Stück auf gebührenpflichtige Zeitungs nummern entflelen. c) Ausgaben. «) Kosten für Leistungen früherer Art: Die Kosten des Postzeitungsvertriebs sind, wie schon erwähnt wurde, im allgemeinen unbekannt. Nur für das Jahr 1897 haben genaue Ermittelungen stattgefunden^) Für die Gegenwart lassen sich die Kosten lediglich schätzungsweise wie folgt berechnen: Seit dem Jahre 1897 ist die Kaufkraft des Geldes erheblich gesunken. Einer staatlichen Verwaltung, wie der Post war es nicht möglich, sich in ihren Ausgaben den durch die Geldentwertung verursachten Folgen in nennenswerter Weise zu entziehen. Trotz aller Sparsamkeit blieben Mehrkosten unvermeidlich. Preiserhöhungen für Materialien, — Pack papier, Bindfaden, Klebstoff usw. — mußte die Post wie jedes private Unternehmen selbstverständlich in den Kauf nehmen Wegen der Lohn- und Teuerungsverhältniffe sah sie sich außerdem gezwungen, die Tagegelder des nicht etatsmäßig angestellten Personals und die Löhne der im Arbeiterverhältnis stehenden Personen aufzubessern.^ Dazu kam, daß etwa seit dem Jahre 1900 auf wiederholtes Drängen des Reichstags das wöchentliche Arbeitsmaß der Beamten und Unterbeamten wesentlich vermindert und andererseits der Erholungsurlaub und die Sonntagsruhe weiter ausgedehnt werden mußten. 6 ) ff Dies geschieht z. B. bei dem Reichs-Gesetzblatt, bei dem Zentral blatt für das Deutsche Reich, bei der Preußischen Gesetzsammlung, bei dem Amtsblatt des Reichs-Postamts, bei der Leitübersicht für Brief- sendungen, bei dem Postblatt, bei der Zeitungspreisliste, ff Poststatistik 1910 S. 18. ff Vgl. S. 82 Anm. 2 u. S. 83 Anm. 1. ff Amtsblatt des Reichs-Postamts 1909 S. 221; Archiv 1912 S. 3. ff Archiv 1907 S. 4 f.