Die Bilanz. 23 Die Anordnung in der Aufzählung der Vermögens- und Schuldenteile in Inventar und Bilanz ist durch keine gesetzliche oder traditionelle Vorschrift gebunden, sie ist willkürlich. Man kann die Vermögensteile nach dem Grade der Flüssigkeit an ordnen (d. h. mit dem Bargeld, dem Giroguthaben, beginnen und mit dem immobilen Vermögen schließen) und danach die Ver bindlichkeiten nach dem Grade ihrer Deckungsdringlichkeit an reihen (Wechselschulden, Buch- und Hypothekarschulden). Oder man systematisiert die Aufzählung nach der Zweckbestimmung des Vermögens, beginnt mit dem Anlagevermögen, reiht die Teile des Betriebsvermögens an und zählt dementsprechend zunächst die Anlageschulden, dann die Betriebsschulden auf. Übersicht über die Betriebsmittel und die Finanzierung der Aktivseite Unternehmung. Passivseite I. Schulden, d. i. Leih- oder Kreditkapital, fremde Mittel: ot) langfristige: Anleihe- und Grundschulden. ß) kurzfristige: Buch-, Wechsel- und Darlehnsschulden. II. Eigene Mittel — eigenes Kapital; «) Stammkapital 1 8 etrennt 0< | er ß) Zusatzkapital Posten dargestellt die Kapitalbeschaffung, Kapital quellen. Die Betriebsmittel der Unter nehmung = Vermögensteile; tu) Gebrauchs- oder Anlagever mögen (stabiles, fixes, stehendes ab nutzbares Kapital im volkswirt schaftlichen Sinn), d. s. Vermögens teile, die bestimmungsmäßig der Unternehmung dauernd erhalten bleiben sollen. Sie sollen dem Betrieb durch Benutzung in unveränderter Gestalt wiederholten Gebrauch er möglichen. ß) Verbrauchs-, Betriebsvermögen (veränderliches, umlautendes, Zir kulationskapital im Volkswirtschaft liehen Sinn), d. s. Teile des Ver mögens, die bestimmungsgemäß fortlaufend dem Verbrauch, dem Wechsel oder der Formveränderung unterworfen sind. die Kapitalverwendung 1 ) Oder man trennt die Vermögensteile und Schulden nach ihrer besonderen Bestimmung, nach Abteilungen des Eouriebos usf. !) Kapitalformen (konkrete Kapitalkraft im Gegensatz zu der ab strakten = Passiva) nach Pape, Grundriß der dopp. Buchhaltung, Leipzig. 1920, S. 9, 20.