Der Geschäftsbetrieb. 33 inventar und Inventarbilanz an sich sind eine Bestandsbuch lührung einfachster Art. Zu ihr zählt theoretisch auch die so genannte einfache B., deren praktische Ausgestaltung jedoch so sein kann, daß sie eine mehr oder weniger vollkommene Bestands und Erfolgsbuchführung ist. Die doppelte B. ist eine vollständige, streng systematisch durchgeführte, in ihrer Art vollkommene Bestands- und Erfolgsbuchführung. Eine reine Erfolgsbuch führung nach Formel (5) ist theoretisch möglich, praktisch jedoch von kaum erfüllbaren Voraussetzungen abhängig (Umsatzge winne, vgl. 12. Abschnitt). Sie ist das Ideal einer Buchführung. Die Bestandsbuchführung gibt nur den Gesamterfolg, den schließlichen Vermögenszuwachs oder die Vermögensverminde- nmg der Gesamtunternehmung an (vgl. S. 20). Es fehlt ihr eine Analyse dieses Gesamterfolges, da ihr Hauptziel der Nachweis der Bestände und des Kapitals ist. Die reine Erfolgsbuch führung hingegen gibt keinen Nachweis des Kapitals, hingegen eine mehr oder weniger spezialisierte Analyse oder Zergliederung des Erfolges, eine Auseinanderlegung des Reingewinns oder Rein- verlusts in Einzelgewinne und Einzelverluste (siehe S. 31). Die Bestanderfolgsbuchführung vereinigt die Bestandsver rechnung mit der Erfolgverrechnung und ist somit in dieser Hin sicht die vollkommenste Form einer Rechnungsführung. 5. Abschnitt. Die Geschäftsfälle (der Geschäftsbetrieb). Infolge des Geschäftsbetriebes werden Vermögen, Schulden und Kapital ununterbrochen verändert. An der Hand typischer Beispiele sollen die möglichen Fälle erörtert werden: B Vermögen und Schulden werden verändert: u) Die Zusammensetzung des Vermögens hat sich verändert: Ein Wechsel (800) wird beim Akzeptanten einkassiert; ein Schuldner bezahlt seine Schuld (500). An die Stelle einer Wechselforderung tritt Bargeld, im anderen Falle tritt Bar geld an die Stelle der Buchforderung. h) Die Zusammensetzung des Vermögens und der Schulden wird verändert: Man kauft Wertpapiere (2400) auf Kredit. Der Leitner, Buchhaltung und Bilanzkoude. I. 6. <1. 7. Aufl. 3