38 Das Konto. des Kapitals für einen bestimmten Zeitpunkt fest, während die Konten die Veränderungen in diesen Teilen fortlaufend und syste matisch aufzeichnen. (Die Privatwirtschaft liehe) Bestandsstati stik und Bewegungsstatistik müssen miteinander zur Erreichung des einheitlichen Zwecks der Rechnungsführung verbunden wer den (S. 6 f.). Die Beträge auf einer Seite eines Kontos sind additive Größen gleichen Vorzeichens; ob die Zunahme auf einem Konto links, die Abnahme rechts steht oder umgekehrt, ist an sich neben sächlich. Eine bestimmte Gesetzmäßigkeit ergibt sich erst durch die systematische Verbindung der Konten untereinander. Die Beträge der linken Seite in ihrer Gesamtheit stehen jenen der rechten Seite im Sinne der Subtraktion gegenüber: das Konto verrechnet gleichnamige Größen von entgegengesetzter Wirkung auf das Ergebnis. Ein Betrag, der von der einen Seite abzu ziehen ist — der Subtrahend us — wird auf die andere, die ent gegengesetzte Seite eingestellt: Das Konto kennt nur eine additive Subtraktion. Innerhalb eines Kontos werden die Beträge der zeitlichen Reihenfolge nach eingetragen. Der Wertunterschied beider Seiten eines Kontos wird „Saldo“ genannt. Das Konto ist in seiner Anwendung nicht auf kaufmännische Geschäftsverhältnisse beschränkt. „Die konto- förmige Auflösung und Darstellung ist auch für andere kom plizierte Probleme als Lösungsversuch sehr zu empfehlen“ (Schnapper-Arndt, a. a. 0.). Wir unterscheiden ein- und mehrgliedrige Konten. 1. Ein gliedriges Konto: Eingang Waren-, Kassen-Konto Ausgang Zunahme (-j-) Abnahme (—) Es ist eine summarische Darstellung der Gesamtverände rungen des dem Konto zugewiesenen Buchungsstoffes. 2. Die mehrgliedrigen Konten (synoptische, Kontenkolonnen), d. i. eine Verbindung kontenförmiger Aufzeichnungen mit einem Spalten- oder Rubrikensystem, eignen sich vorzüglich für eine zweckentsprechende Analyse der Gesamtveränderungen, der Zu nahmen und Abnahmen, für eine Verbindung der Buchhaltung