Doppelte Buchhaltung. 51 8. Abschnitt. Die doppelte Buchhaltung. Die doppelte B. verrechnet alle Wertbewögungen auf Konten, Me Veränderungen [Zunahme und Abnahme] der Vermogens- bestandteile, der Schulden und des eigenen Kapitals. In diesem Sinne ist sie eine vollständige B. Anfangs- und Schlußinventar bzw. Inventarbüanzen sin auch für dieses Verrcchnungssystem unentbehrlich, grün egen und für die materielle Richtigkeit bestimmend. Die Verände rungen innerhalb der durch Anfangs- und Schlußinventar ge gebenen Zeitpunkte werden auf Konten dargestellt. Diese tor - laufende Gruppierung und Aufzeichnung aller in Geld meßbaren wirtschaftlichen, inneren und äußeren Vorgänge, diese Systematisierung wirtschaftlicher Vorgänge und ihres r o ge , ihrer Ursachen und ihrer Wirkungen ist so charakteristisch, daß man in ihr das Wesen der doppelten B. erblickt, eonen ui die Erklärung dieser formalen Technik und ihrer organischen Zusammenhänge aufgestellt hat und darüber vergißt, a as er zeug das Werk nicht ausmacht. Man könnte die Veränderungen den Regeln der doppelten B. entsprechend, aber in anderer etwa in staffelförmiger Anordnung (vgl. S. 37) aufzeichnen ) «nd erzielte das gleiche Ergebnis wie nach der kontenformigen, obgleich weniger übersichtlich und weniger praktisch. Die doppelte B. wird nach dem Vorgang Schiebes und Augs- purgs als „systematische“ B. 2 ) bezeichnet, um sie von an eren Systemen zu unterscheiden und sie zu charakterisieren. „ s® Eigenschaftswort systematisch 1 hat hier keine besondere, r eine Definition notwendige charakteristische Bedeutung, nie mehr als das Eigenschaftswort ,gut‘, schlecht 3 ). Jede nac *) Wiedemann, Die resultierende Buchhaltung. Basel 1903. 2 ) Augspurg nennt sie auch die „wissenschaftliche B., mterni allgemeine Buchhaltung, Wien 1859) bezeichnet sie als die „allgemei* da sie auch die einfache B. in sich schließt. Leautey-Gui aut( generaux de comptabilite, Paris 1895) haben die Ausdrucke ^, ,Vigrap , ndigraphische“ (doppelt schreibende) Aufzeichnungen geprägt. ’’ ' sehe“ B. wird sie bezeichnet, weil ihre Leistungen auf der Lehre vom 1 gewicht beruhen (vgl. Z. f. B. 1907; Hell, Die statische Buchhaitu gb 3 ) Gomberg, Grundlegung der Verrechnungswissenschaft. Leipzig 1908. S. 157. i*