Reehnungsproben. 91 des Geschäftsbetriebes (Geschäftsstatistik 1 )) und als Vergleichs maßstab für den gleichen Zeitraum des Vorjahres. Empfehlens wert ist die Einsetzung der Zahlen des Vorjahres mit roter Tinte.. Eine solche Probebilanz wird für die geschäftlichen Dispositionen noch bedeutungsvoller, wenn die Konten und deren Zahlen übersichtlich und nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten grup piert werden (vgl. Eilanzkritik II. Band). Andere Rechnungsproben sind: 3. Die Prüfung der Kollektiv-Konten 2 ) hinsichtlich ihrer Übereinstimmung mit der zergliedernden Nebenverrechnung z. B. die Summen oder der Saldo des Debitoren-Kontos des Hauptbuches verglichen mit den Summen oder Salden aller Kon ten des Debitorenbuches, Kreditoren-Konto verglichen mit den Kontensummen des Kreditorenbuches (S. 48). 4. Die jährliche Probe durch Übereinstimmung des Saldos des Kapital-Kontos mit. den Salden der Ausgangsbilanz und des Gewinn- und Verlust-Kontos. (Vgl. 15. Abschnitt.) Faure (a. a. 0. S. 73) gibt eine mathematische Ableitung der Saldobilanz (1, ß), die wir im Interesse jener zitieren, die die Wissenschaftlichkeit der B. in ihren mathematischen Grund igen erblicken wollen. Das A-Konto hat links die Summe s, rechts die Summe h, wobei h < s. Bedingung ist: s — h — a. Das B-Konto hat links die Summe s', rechts h\ h' > s' und s ' — h' = a . Die Summenbilanz ist: s-f s' — h -f- h', d. i. s — h -f- s' — h' und s — h — h' — s'. 5. ln größeren Handelsunternehmungen findet man mit unter eine Arbeitsteilung in der Verrechnung derart, daß ab- *) Die französische Terminologie unterscheidet: La balance de vöri- fication, Probebilanz, und le bilan = Vermögensbilanz. Die monalweise fortschreitende Probebilanz — la balance cumulee — wird häufig als la Situation balance bezeichnet. Eine partielle Probebilanz, die sich auf einen kürzeren Zeitraum erstreckt und nur Buchungen dieser verhältnismäßig kürzeren Periode berücksichtigt, wird „chiffrier“ genannt. 2 ) Vgl. Schmalenbach, Die Technik der Fehlerfelder in der Buchführung, z t hw. F. 1907,