ooooooooooooooooooooo ooooooooooooocooooooo Lebens wirkte, dank seiner Llnregung besonders gut gepflegte Baumpflanzungen. Tür seine Ztellung zur Philosophie ist die Tatsache bemerkenswert, dast er im Jahre 1801 an der Universität .Rinteln mit einer Dissertation promovierte, welche den Titel trug: „Der Mensch isi von Vatur entweder sittlich gut oder sittlich böse". Llusdrücklich wird dabei bemerkt „nach Kantischen Prinzipien". Tür Ostfriesland selbst war die Erwerbung dieser Doktorwürde mehr eine Hemmung als eine Törderung seiner sozialen Stellung. LIls Doktor der Philosophie erschien er leicht als ein vom Volk ab gelöster gelehrter, und ein „Doktor" außerhalb der Medizin galt als etwas Wunderliches. Ls isi bemerkenswert, dasi dieser tüchtige, rasilos tätige, um das Zemeinwohl unablässig bekümmerte Mann nie eine Wahlsielle erhalten hat. Lr konnte an dem Orte seiner Tätigkeit, dem kleinen Lggelingen, ruhig wirken und hatte dabei den Vorteil, zwischen dem grösseren Jever und dem kleineren Wittmund lebhafte gesellschaftliche Beziehungen unterhalten zu können. Jedenfalls war das grostelterliche Haus voll geistiger und gesellschaftlicher Anregungen. Meine Mutter empflng ihre Bildung und ihren wissenschaftlichen Unterricht von ihrem Vater. Dieser war keineswegs ein Treund von gelehrten Trauen; meine Mutter meinte oft, dasi nach dieser Richtung wohl mehr hätte geschehen können. Während mein grosioater geistig und wissen schaftlich schaltete, war die grostmutter überwiegend praktisch gerichtet und hakte vor allen» den Lhrgeiz, alles, was nur möglich war, im eigenen Hause zu erzeugen: es wurde gesponnen, ge webt, Bier gebraut usw. Meine Mutter hatte von Hause aus einen frischen und geweckten 5inn, sie galt als klug und liebens würdig und wurde von allen Treunden sehr geschätzt. Sie verstand es vortrefflich, die Lindrücke von Menschenleben und Uatur wiederzugeben. Lie hat im Verlauf ihres Lebens eine groste Llastizität und Kraft erwiesen. von einem jungen talentvollen Lmder Maler Lamminga besitze ich ein Bild von ihr, welches sie als funge, liebreizende Trau darstellt; mit einem Zug tiefer Innerlichkeit, beinahe Schwermut, schaut sie uns an. Ich hatte später die Treude, dast der berühmte Kunstkenner Jacob Lurckhardt voll llnerkennung dieses Bild als ein „feines Bild" bezeichnete. Meine Mutter war von Jugend an voll literarischer Interessen, sie hatte ein ausgezeichnetes Urteil, und so konnte ihr das übliche gesellschaftliche Leben und Treiben um die Mitte des 19. Jahrhunderts nicht voll genügen. Line innige Treude hatte sie an der vatur, am Wald und am Meer. Sie hat in ihren Tage büchern dieser Treude wiederholt Vusdruck gegeben.