pädagogische Bedeutung wurde von allen weiten anerkannt. Über es fehlte nicht an sonderbaren Begegnungen, kr traf bei einem Llussiug auf den Semmering mit einem geistlichen Herrn zusammen. Oie Herren unterhielten sich lebhaft, und zener geistliche äußerte große Bedenken gegen die liberale gestaltung des dortigen Unter- richtswefens, er meinte schließlich „und der Schlimmste bei dem allen ist der Bonitz". Bonitz suchte zu beschwichtigen, so schlimm sei es nicht, und vielleicht hatte doch auch Bonitz etwas gutes an sich. Oer geistliche Herr aber wurde immer erregter, kurz, eine Ver ständigung mißlang. Qls man in Wien ankam, hat Bonitz zenem mit einer freundlichen Lmpfehlung feine Visitenkarte überreicht. Bonitz hat nachher durch eine Keihe von Jahren das preußische Schulwesen geleitet; leider konnte er diese eingreifende Tätigkeit aus körperlichen gründen nicht lange fortsetzen. fluch meines Verhältnisses zu Wiese muß ich an dieser Ltelle ge denken. klls ich von Husum wieder nach Berlin kam, fragte ich vor allem Trendelenburg, wie Wiese Uber mein Verhalten denke. Trendelenburg erzählte mir. Wiese wäre recht ärgerlich über mich, er sähe in meinem Benehmen eine gewisse Untreue gegen meinen Beruf; es war augenscheinlich, daß ich cs bei ihm völlig ver dorben hatte. Quch Trendelenburg fand es richtig, daß ich mög lichst bald zu Wiese gehe und ihm die gründe meines Handelns offen darlege. Dieser empfing mich in recht ungnädiger Weise; es war deutlich, daß unsere Wege auseinandergingen. So habe ich lange Jahre nichts von ihm gehört, unsere Beziehungen waren völlig er loschen. Dann aber erhielt ich, als ich schon mehrere philoso phische Bücher geschrieben hatte, einen liebenswürdigen Brief von ihm. Ls zwinge ihn, mir auszusprechen, daß ich damals doch richtig gehandelt habe, als ich meinen eigenen Weg verfolgt hätte; er wollte nicht unterlassen, mir seine Schätzung und seine besten Wünsche auszusprechen. So bin ich schließlich mit aufrichtiger Hochachtung und Dankbarkeit von ihm geschieden. Weine amtliche Stellung am Triedrichs-gpmnastum war nicht so bequem, wie die Husumer, ich hatte namentlich in den mittleren Klassen zu unterrichten, was ^a in Berlin keine leichte Sache und mir nicht immer voll gelungen ist. Über ich fühlte mich wohl in dieser Tätigkeit, und ich wurde sehr freundlich von den Berliner Kollegen aufgenommen. Damals war es, als ein älterer Kollege mir in liebenswürdiger Weise"folgenden Kat erteilte. Um in Berlin etwas zu gelten, dürfe man nie etwas loben, sondern müsse alles tadeln; täte man das nicht, so gelte man als ein zurückgebliebener Kleinstädter. Diesen Kat habe ich gewissenhaft befolgt und mich dabei gut gestanden. — 1869 gab es in Berlin drei Sehenswürdig keiten: Bismarck, dessen überragende größe nunmehr außer Zweifel