7 in keiner Beziehung zu seinem objektiven Wertmaßstab. Der Staat schafft es, gibt es aus und erzwingt seine Annahme. Dadurch, daß das Papiergeld an sich beliebig vermehrbar ist, fehlt ihm die Wertbeständigkeit, die das Gold auszeichnet. S. den Abschnitt „Papierwährung". S. Giralgeld Neben das stoffwertige und das stoffwertlose Geld (Papiergeld) tritt das st v f f l o s e Geld, das G i r a l - oder B u ch g e l d. Das Wort Giro ist abgeleitet von dem italienischen giro — Kreislauf; das Geld läuft von Konto zu Konto um, wird von einem Konto auf das andere überschrieben. Dieses bargeldlose Zahlen bedeutet jedoch nicht: ohne „Geld" über haupt zahlen. Es ist vielmehr das kurzfristige Bankguthaben selbst als neues Zahlungsmittel anzusehen. Ein solches Giralgeld entsteht letzten Endes dadurch, daß der Güter austausch immer rascher vor sich geht. Das Metallgeld genügt nicht mehr, die immer größer und häufiger werdenden und auch auf weiteste Ent fernungen sich erstreckenden Zahlungen zu bewirken. Das Metallgeld bleibt in den Kellern der Banken; der Besitzwechsel erfolgt nur durch Buch umschriften. Voraussetzung hierfür ist: Vertrauen. Die Kreditinstitute brauchen für die ihnen überlassenen Betriebsmittel der Einzelwirtschaften nur einen geringen Teil Bargeld bereitzuhaltcn. Erfahrungsgemäß wickeln sich etwa neun Zehntel aller Zahlungen bargeld- l o s, d. h. durch einfache Kontenüberträge, ab. Die Banken können daher auf Grund der bei ihnen erfolgten Einlagen Kredite gewähren, die sich auf ein Mehrfaches der zu haltenden Barreserven belaufen. Hierdurch werden neben der Zentralnotenbank auch die privaten Kreditinstitute in die Lage versetzt, von sich aus Buch- oder Giralgeld zu schaffen oder, wie man sagt, zu „schöpfen". Zahlt der Kreditnehmer seinerseits auch wieder bargeld los, z. B. durch Überweisung auf ein anderes Konto, und beläßt der Inhaber dieses Kontos die dadurch entstandenen Guthaben bei der Bank, so kann dieser Prozeß sich mehrfach fortsetzen, d. h. die Bank wird neue Kredite geben und dadurch bei sich selbst wieder Guthaben schaffen, ohne daß hierzu Bargeld notwendig ist. Dieser Überweisungsverkehr erfolgt meist inner halb eines größeren Kreises von Kreditinstituten. Für jedes Kreditinstitut ergeben sich nicht nur Zahlungsverpflichtungen, sondern auch neue Einlagen