und Guthaben für seine Kunden, die durch Überweisungen und Zahlungen entstehen. Der Schöpfung dieses Giralgeldes sind insofern Grenzen gesetzt, als Umwandlung des Giralgeldes in Bargeld jederzeit verlangt werden kann, und die Banken verpflichtet sind, genügende Barreserven zu halten. Um einen Versuch, in Form des Giralgeldes gewissermaßen ein Privatgeld zu schassen, handelte es sich bei den sog. „Ausgleichskasse n" und „A r ° beitsgemeinschafte n", die vorübergehend in Deutschland bestanden. Es waren Einrichtungen, die zum Zwecke der Einräumung von Krediten sim wesentlichen auf unbarem Wege) Guthaben schufen, über die durch Scheck, An weisung, nicht aber durch Barabhebung verfügt werden sollte. Diese Unter nehmungen sind durch das Gesetz gegen den Mißbrauch des bargeldlosen Zah lungsverkehrs vom 3. Juli 1934 verboten. Es darf nicht in unverantwortlicher Weise Giralgeld geschaffen werden, für das jede staatliche Kontrolle fehlt und das preissteigernde Wirkungen haben muß. Gerade auf dem Gebiete des Geld- und Bankwesens, durch das in weitestem Maße die Gesamtwirtschaft beeinflußt werden kann, muß der st a a t l i ch e E i n f l u ß, der immer nur das Wohl der Gesamtheit im Auge hat, besonders stark hervortreten. S. Wesen bei Gelbes Das Geld ist „ein den Anstausch von Gütern und Dienstleistungen vermittelndes Verkehrsgut" (Mises, Theorie des Geldes und der Uni- laufsmittelj. Als solches erfüllt es im einzelnen folgende Aufgaben Es ist 1. allgemeines Tauschmittel. Beim Naturalaustausch fanden sich nicht immer zwei Menschen, von denen der eine das abgeben konnte, was der andere brauchte, und gleichzeitig das bedurfte, was der andere dagegen in Tausch abzugeben bereit war. Es bedeutete daher eine wesent liche Erleichterung des Warenverkehrs, als von der einen Partei auch ein Gut hingenommen wurde, mit dessen Hilfe sie bei einem anderen und zu einer späteren Zeit sich dasjenige Gut beschaffen konnte, das sie benötigte. Wer Eier besitzt und ein Paar Schuhe haben will, braucht nicht mehr, lange zu suchen, ob jemand ihm für seine inzwischen vielleicht verfaulten Eier noch Schuhe zu geben bereit ist. Er verkauft die frischen Eier, erhält dafür Geld, mit dem er sich Schuhe kaust, wie er sie haben will. Geld nimmt jeder gern, nicht aber Eier, vor allein nicht faulige. Zwischen die beiden konkreten Tauschgüter schiebt sich ein drittes Gut. Das Geld ist eine Zwischenstufe, aber der Umweg ist kürzer als der direkte Tausch aller mög 8