2 G-b-bö so. A. 17 eine Geldschöpfungstheorie: „Klassisches Geld" ist solches, das keinen Wertveränderungen unterliegt, daher auch die Preisgestaltung nicht beeinflußt. Es darf nur der Wareuvermehrung entsprechend geschaffen wer den, muß mit den Waren wieder aus dem Verkehr verschwinden.Keine Kauf kraft soll erzeugt werden, die nicht in der Produktion ihre Rechtfertigung findet. Darüber hinaus darf der Verkehr mit Geld nur zum Zweck des Aus gleichs (Quartal!) versorgt werden. „So stellt sich das Geld, das juristisch Zahlungmittel ist, volkswirtschaftlich als ein durch Vorlei st ungen erworbenes An rechtan der verkaufsreifen konsumtib- len Produktion dar." Karl Elster s„Die Seele des Geldes", Jena 1920), der im Gelde nur das „dienende Werkzeug" erblickt, das keiner Bewertung durch den wirtschaftenden Menschen unterliegt, hat den nominalistischen Gedanken theoretisch weiter ausgeführt. Otto Heyn, Liefmann, Moll, Irving Fisher und Schuin- peter sind weitere Vertreter der nominalistischen Lehre. Gegen sie haben sich Adolph Wagner, Lotz, Conrad, Diehl, Lansburgh, Wagemann u. a. gewandt. Karl Diehl, einer der Hauptvertreter des theoretischen Metallismus, meint, „der Staat übt nur die ganz unter- geordnete Funktion aus, der Gewichtsmenge Metall einen bestimmten Namen zu geben". Der Haupteinwand gegen die nominalistische Lehre geht von dem Bedenken aus, es sei undurchführbar, für alle Staaten einen Wert messer zu schaffen, der nicht selbst eigenen Wert besitze. Ein solches st o f f - wertloses Geld sei, wenn ihm Zwangskurs verliehen würde, wohl innerhalb eines Staatsgebiets, einer isolierten Wirtschaft, möglich, nicht aber im Bereiche aller Kulturvölker, da derartige internationale Verträge niemals zustandekommcn könnten, solange es für ihre Einhaltung Garan tien nicht gebe. Gold ist das letzte Zahlungsmittel, wenn Güter oder Lei stungen nicht mehr vorhanden sind. Wir fassen zusammen: Metallistische wie nominalistische Lehre geben keine vollständigen Erklärungen für die Bildung des Geldwerts. Gewiß war ursprünglich das Geld eine Ware, gebunden an den Stoffwert des Gebrauchsguts (Edelmetall); die neuere Entwicklung aber beweist, daß Geld sehr wohl ohne Substanzwert bestehen kann. Ein vollwertiger Geld stoff sGolds ist nicht unbedingt nötig, wenn auch aus praktischen Gründen im Verkehr von Land zu Land das stoffvollwertige Geld zweckmäßiger ist.