25 Der Spißenausgleich kann, wie in Deutschland, durch das künstliche Mittel des Stillhalteabkommens zeitlich ausgeschaltet sein. b) Bildung des äuße.ren Geldwertes Hinsichtlich der Bildung des äußeren Geldwertes gibt es zwei Theorien, die Zahlungsbilanztheorie und die Kauskrasttheorie. Die Zahlungsbilanztheorie geht aus von Vorgängen auf der Warenseite: Der Außenwert des Geldes sWechselkurs) wird bestimmt durch die Zahlungsbilanz. Bei passiver Zahlungsbilanz muß der Saldo durch Gold beglichen werden. Steht aber, wie in jedem Lande mit Papier währung, Gold nicht zur Verfügung, so wird infolge der Nachfrage nach Devisen, mit denen die Schuld beglichen werden muß, der Wechselkurs steigen sder Außenwert des Geldes sinken), d. h. die Devise muß höher bezahlt werden, als es dem metallischen Wertverhältnis der beiden Wäh rungen entspricht. Nach dieser Theorie ist die Inflation nicht durch die Geldvermehrung verursacht worden; die vermehrte Notenausgabe sei vielmehr erst die Folge der durch die Passivität der Zahlungsbilanz hervorgerufenen Preissteigerung gewesen. Adolf Weber ist unbedingt zuzustimmen, wenn er sagt, daß für die Erklärung der täglich relativ geringen Wechsel- kursbewegungen, die wir auch bei Ländern mit stabilisierter Währung beobachten, die Zahlungsbilanztheorie sich heranziehen lasse. Die großen dauernden Schwankungen können auf diese Weise aber nicht erklärt werden. Sie sind die naturgemäße Folge davon, daß aufdieDauer das heimische Geld im Ausland unmöglich mehr oder weniger Kaufkraft haben kann, als im Inland. — Terhalle wendet gegen die Behauptung, der Wechselkurs werde durch die Zahlungsbilanz beeinflußt, mit Recht ein, es müsse zunächst einmal untersucht werden, wieweit der Wechselkurs seinerseits die Zah lungsbilanz beeinflußt. Die Theorie von der Kaufkrastparität wurde in Anknüpfung an Ricardo von G u st a v Cassel begründet. Der Außenwert des Geldes, sagt Cassel, wird nicht, wie bei andern Waren, bestimmt durch Angebot und Nachfrage — beim Geld bestehe die Ver wendung nicht im Verbrauch, wie bei andern Waren, sondern im Kauf von Waren und in Zahlungen. Der Außenwert des Geldes wird vielmehr bestimmt durch die Kaufkraft des B i n n e n w e r t e s. Entscheidend