besonders Spanien. Gegenwärtig stammen mehr als 80% der Welt erzeugung aus Amerika. Die Gewinnung beschränkt sich auf wenige Länder. An der Spitze steht (1936) Mexiko mit 77,47 Millionen Unzen. Es folgen USA. mit 62,83, Peru mit 18,40, Kanada mit 18,17, Australien mit 13,11 Millionen Unzen. Die Silbergewinnung der Welt betrug 1913 6532 t, 1928 war sie auf 8022 t gestiegen; 1933 betrug sie 5122 t, 1934 5936 t, 1935 6468 t, 1936 7820 t. Die Hauptfundstätten für Gold und Silber haben im Lauf der Zeit viel fach gewechselt. Gold liefern heute insbesondere die Goldbergwerke am Witwatersrand in Südafrika. An Stelle des handwerksmäßigen ist der kapitalistische Großbetrieb (Goldminengesellschaften) getreten; die Gold gewinnung steigt. Von 1915 ab geht sie allerdings zeitweilig zurück. Die Ursachen sind der Arbeitermangel und die ständig wachsenden Betriebskosten, so daß mehrere erzärmere Minen stillgelegt werden mußten. Von 1922 ab bewegt sich die Gewinnung wieder in steigender Linie. 1933 wird die bis herige Höchstziffer des Jahres 1912 überschritten. 1936 hat die Gold- erzeugung einen neuen Höchststand erreicht, indem sie auf 35% Millionen Unzen ansteigt, was gegenüber dem Jahr 1929 eine Erhöhung von rund 75% bedeutet. Hiervon erzeugten Südafrika 11,4, Sowjetrußland 7,3, USA. 4,3, Kanada 3,7 Millionen Unzen. Nach dem Jahresbericht der Bank für Internationalen Zahlungs ausgleich für 1936 hat sich die gewerbliche Goldverwendung im Jahr 1936 auf nur 190 Millionen Schweizer Goldfranken gestellt. Für Wäh rungszwecke blieben von der Neuerzeugung 4,02 Milliarden Gold franken verfügbar. Hierzu kamen aus der europäischen „Enthortung" (der Auflösung zeitweilig gebundener Goldbestände) rund 1 Milliarde Gold franken. Von diesen rund 5 Milliarden Goldfranken neues Währungsgold kommen etwa zwei Drittel auf die Vermehrung der mit 72 Milliarden Gold franken ausgewiesenen Goldbestände von Notenbanken und Regierungen, während das restliche Drittel auf Währungsaus gleichsfonds und sonstige nicht ausgewiesene Bestände von Währungs behörden entfällt. Die Sichtbaren Goldbestände Ende 1936 betragen nach dem Montagu-Bericht: Vereinigte Staaten von Amerika: 321,5, Frankreich 85,6, England 73,8, UdSSR.: 33, Schweiz: 18,7 Millionen Unzen fein. 29