40 Entschluß faßt. Haben a I l e in Betracht kommenden Länder abgewertet, und ist das alte Kursverhältnis zwischen diesen Ländern wiederhergestellt, so war das Opfer der Abwertung umsonst gebracht. Es erinnert dies an die Geschichte von den Leuten, die reihum wetteten, sie könnten eine Kröte ver speisen. Am Ende hatte jeder sein Opfer gebracht, und jeder hatte dabei genau so viel verloren wie gewonnen. Als sie dies erkannten, sagten sie: Wozu haben wir eigentlich die Kröte gegessen? — Die Ansichten über den Wert der Abwertung der Währung haben sich geändert. Zur Debatte steht zur Zeit nicht die Währungsabwertung, sondern die Währungsaufwertung oder, anders ausgedrückt, die Gold- abwertung. Eine solche Goldabwertung hält auch die BIZ sBank für internationalen Zahlungsausgleich) für wünschenswert, da sie, wie sie in ihrem Jahresbericht von 1936 schreibt, „dazu beitragen Würde, mit den aus der überreichlichen Erzeugung sich ergebenden ernsten Fragen besser fertig zu werden." Unter Hinweis auf die W e l t g o l d e r z e u g u n g, die dem Gewicht nach im Jahre 1936 die Durchschnittserzeugung der Jahre 1924—1929 um rund 80 °/„ überstiegen habe sgeldmäßig ist die Steigerung noch erheblich größer), forderte die BIZ, daß die Golderzeugung überwacht und gedrosselt werde; eine Goldabwertung würde sich hierbei sehr nützlich erweisen. Über Abwertung im einzelnen sei auf das im 2. Teil, im Ab schnitt VIII bei den hauptsächlich in Betracht kommenden Zentralnoten banken Gesagte verwiesen. c) Doppelwährung Bei der Doppelwährung werden Gold- und Silbermünzen in einem gesetzlich festgelegten Wertverhältnis ausgeprägt, und Prägefreiheit besteht für beide Edelmetalle, d. h. jeder, der den Währungsstoff besitzt, hat die Möglichkeit, ihn in Währungsgeld umzuwandeln. Zahlungen in jeder Höhe können in Gold oder in Silber geleistet werden. Gold und Silber konnten aber nur solange als Währungsmetall neben einander bestehen, als das Wertverhältnis zwischen diesen beiden Edel metallen unverändert blieb, d. h. das angenommene Wertverhältnis von dem tatsächlichen sich nicht wesentlich entfernte. Sobald dies nicht mehr der Fall war, wurde das „gute" Geld durch „schlechtes" Geld aus dem Verkehr gedrängt, was schon Thomas Gresham (1519—1579) festgestellt hat.