343 Passiva: Aktienkapital 7 500 Reserven 2 060 Umlaufende Noten 35 716 Guthaben der Girogläubiger 4 846 Guthaben der Kontokorrentgläubiger . . 1 811 Guthaben des Treuhänders der 7°/»igen Anleihe der Stadtgemeinde Danzig . 5 679 Reingewinn 1318 VII. Organisation der großen ausländischen Notenbanken. j. Die Österreichisch-ungarische Bank und ihre Rechtsnachfolgerinnen x ). Die Österreichisch-ungarische Bank war eine Aktiengesellschaft mit einem Ka pital von 210 Millionen Kronen, das in 150 000 auf den Namen lautende Aktien zu 1400 Kronen eingeteilt war. Die den Aktionären in den Angelegen heiten der Bank zustehenden Rechte wurden im Namen der Gesamtheit der Aktionäre durch die Generalversammlung ausgeübt, in der jedes Mit glied nur eine Stimme hatte. Die L e i t u n g der Bank erfolgte durch den Generalrat. Dieser bestand: 1. aus dem Gouverneur, dessen Funktionen teils denen des Präsidenten, teils denen des Zentralausschusses der Deutschen Reichsbank entsprachen, 2. dem österreichischen und dem ungarischen Vizegouverneur, 3. den Stellvertretern der Vizegouverneure, und 4. 10 (je 6 österreichischen und 5 ungarischen) von der Gneralversammlung gewählten Generalräten. Neben dem Generalrat gab es eine Direktion in Wien und eine in Bu dapest. Jede Direktion bestand aus dem Vizegouverneur, dessen Stellvertreter und aus den Generalräten des betreffenden Staates. Aufgabe der Direktionen war cs, die Höhe des Bankkredits im Diskont- und Lombardgeschäft zu bemessen, die Benutzung dieses Kredits in jeder Richtung zu überwachen, an den ihnen hierzu geeignet erscheinenden Plätzen Banknebenstellen für das Diskontgeschäft zu errichten oder aufzulösen und die Zensoren bei den Bankanstalten zu ernennen. Der Gouverneur wurde auf Vorschlag der beiden Jinanzminister, der eine Vizegouverneur auf Vorschlag des österreichischen, der andere, der seinen Sitz in Z Literatur: Ludwig Calligaris, Die neueren Valuta- und Bankgesetze nebst den damit zusammenhängenden Gesetzen und Verordnungen von 1901. Wien 1902. Verwaltungsberichte der Bank, insbesondere vom 2. Juni 1920. R. Zuckerkand!, Artikel im Handwörterbuch der StaatSwissen- schäften. E. von Mecenseffy, Die Verwaltung der Österreichisch-ungarischen Bank. Wien 1896. Verschiedene Aufsätze im „Österreichischen Volkswirt" und in den Mitteilungen des Verbandes österreichischer Banken und Bankiers.