Auf  vielen  Gebieten  des  We  1t  verkehr  sieb  ens
hat  der  Krieg  bedeutende  Veränderungen  gebracht.  Die
«Idee  der  nationalen  Wirt  schaffe  apolitik' 5  hat  sich
während  und  nach  dem  Kriege  immer  weiter  durchgesetzt ­
  und  Jeder  Staat  sucht,  wie  zur  Zeit  des  Mer-Kant
  ili  sums,  in  einer  Art  autarken  Wirtschaft  seine
Interessen  durchzusetzen,  ohne  dabei  zu  bedenken,
daß  !l die  Weltwirtschaft  von  heute  ein  Ganzes  ist,
deren  Glieder  aufeinander  angewiesen  sind  wie  in
keiner  Zeit  vorher."  Die  Staatsgrenzen  sind  wieder
Verkehrsgrenzen  geworden,  die  auch  abgesehen  von
zollpolitischen  Zuständen  schwer  zu  überschreiten
•  *  1)
sind
Unter  diese  Bestrebungen  der  "nationalen
Wirtschaftspolitik’  fallen  auch  diejenigen,  die
darauf  gerichtet  sind,  die  Arbeitskräfte  eines  Landes ­
  zu  nationalisieren,  d,  h.  Jeglichen  Fremden
möglichst  fernzuhalten.  Dabei  handelt  es  sich  -
von  dassenproblemen  soll  hier  ganz  abgesehen  werden ­
  -  lediglich  um  die  Fra^e  der  Staatsangehörigkeit ­
  der  Wirtschaftssubjekte.  In  den  meisten  Ländern ­
  ertönt  neben  anderen  Bchlagwörtem  auch  das
der  "Überfremdung'’,  der  "wirtschaftlichen  Ueberfremdung“.
  Auch  in  der  Schweis  ist  dies  der  Fall.
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1)  Bernhard  Harms,  Die  Krisis  in  der  Weltwirt  schaffe
und  die  Konferenz  von  Genua.  Vortrag  in;  Weltwirtschaftliche ­
  lachrichten  aus  dem  Institut
für  Weltwirtschaft  und  Seeverkehr  in  Kiel.
S§  347,  1922,  S.  2999  und  3003.