Die südrussisohe Eisenindustrie während der Revolution. 59 Im Oktober hatten sich die Verhältnisse schon soweit gebessert, daß die Herstellung von Walzerzeugnissen, die im Juni nur 376000 Pud betragen hatte, sich für Oktober auf 1564000 Pud belief. Aber fortwährende Forderungen der Arbeiter und Kohlenmangel erlaubten den Werken nicht, weitere Abteilungen in Betrieb zu setzen, und die politischen Unruhen, sowie das völlige Versagen der Eisen bahnen im Monat November führten den Stillstand einer Reihe von Werken herbei. Ein klares Bild des Niederganges der südrussischen Eisen industrie geben die nachfolgenden Zahlen der Förderung an Weich kohle und Anthrazit sowie der Erzeugung an Koks und Roheisen in den Jahren 1917 und 1918. 1917 Weich kohle Anthrazit Koks 1 In Millionen Pud Roheisen Januar 121,8 111,1 34,2 21,1 13,0 Februar ...... 32,3 16,3 9,6 März 120,1 34,3 18,1 10,0 April 94,9 25,1 19,1 12,4 Mai 101,9 31,4 21,3 13,0 Juni 100.2 31,2 20.1 11,5 Juli 91.3 28,8 - 19,1 11,4 August 87,6 27,6 18,5 11,5 September 86,7 30,0 17,3 11,1 Oktober 92,0 32,5 16,3 9,8 November 88,7 28,5 15,1 . 6,8 Dezember 59,1 19,1 10,7 5,3 1918 Januar 61,8 19,0 9,6 4,3 Februar 28,8 8.4 4,3 2,6 März 51,5 14,0 8,2 3.4 April 34,4 12,3 5,9 2,1 Mai 20,0 7,2 2,4 0,6 Juni 25,1 6,6 2,0 0,7 Juli 29,7 6,4 2,4 0,6 August 33,7 7,1 1,3 0.6 September 33,0 6,5 1.6 0,3 Oktober 33,0 7,0 9 0,6 Selbst Lenin hatte schon im Sommer 1918 eingesehen, daß die Abschaffung der Akkordarbeit eine Torheit war, und daß an der Spitze industrieller Unternehmungen Leute stehen müssen, deren Vorbildung ihrem Dienste entspricht. Sein Erlaß vom Sommer dieses Jahres, in dem er zur Akkordarbeit zurückruft und die An stellung der früheren Leiter der Staatsverwaltung und der Industrie anordnet, damit „der Volkswirtschaft nicht weiter Milliarden ver loren gehen“, ist bezeichnend für die Größe der Unordnung, die die bolschewistischen Ideen in der Welt der Arbeit angerichtet hatten.