68 Die Zukunft der südrnssisohen Eisenindustrie. Dauer gefährdet werden. Im Jahre 1916 verteilte sich die Brenn - stofiversorgung Rußlands wie folgt: Durch Kohlen des Donezgebietes .... 34,5°/ 0 Durch Kohlen des übrigen Rußlands . . 2,5°/ 0 Durch Naphtha 12,0°/ 0 Durch Holz 51,0°/ n Als einzige große Quelle festen Brennstoffes steht Rußland demnach das Donezgehiet zur Verfügung, welches sowohl, was die Güte seiner Kohle wie die Mächtigkeit seiner Vorräte anbetrifft, auf lange Zeiten hinaus die Bedürfnisse der russischen Industrie in ihrer bisherigen Entwicklung und die Hausbrandversorgung Süd rußlands decken kann. Das Donez-Kohlenvorkommen erstreckt sich über den östlichen Teil des Gouvernements Jekaterinoslaw, den südlichen Teil des Gouvernements Charkow und den westlichen Teil des Don-Ge bietes. Auf dieser weiten Fläche begegnet man den verschiedensten Arten von Kohlen, vom Anthrazit bis zur Gaskohle. Die Fläche, in welcher Anthrazit vorkommt, ist doppelt so groß, als die Fläche, in der die übrigen Arten der Steinkohlen ausgebeutet werden. Man hat die Menge Anthrazit bis zu einer Tiefe von 1700 m auf 2293 Milliarden Pud 1 ) geschätzt, während die Vorräte an Weichkohle auf 1098 Milliarden Pud 2 ) geschätzt worden sind. Trotzdem also die Menge an Anthrazit ganz bedeutend die, der übrigen Steinkohlenarten überwiegt, ist die Anthrazitförderung bis zum Jahre 1910 verhältnismäßig gering geblieben. Die Förderung des Anthrazits begann in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts. Erst um 1850 wird außer der Anthrazitförderung auch eine Weichkohlenförderung genannt. Die Entwicklung der Kohlenförderung im Donezgebiete seit 1850 zeigt folgende Tabelle: Jahr Förderung an Anthrazit | Weichkohle in Millionen Pud 1850 2,2 0,6 1860 7,0 1.0 1870 14,0 6,0 1880 29,2 57.0 1890 36,4 146,7 1900 71.8 600,5 1910 157,4 861,3 1914 313,5 1399,6 0 37 Milliarden Tonnen. 2 ) 18 Milliarden Tonnen.