Uralunternehmen seiner Vollendung entgegen, seitdem die Bugulma- Privatbahn den Brückenbau über die Wolga zwischen Simbirsk und Tschasownja und die Einleitung der 1911 bis Bugulma geführten Bahn in die sibirische Bahn nach Tschischmy kurz vor Ufa beschlossen hat. Eine größere Bedeutung hat auch das am 20. Juni 1911 genehmigte Projekt einer Bahn von Berdjausch unweit Slatoüst nordwärts nach Lyswinskij Sawod, der Endstation der Zweiglinie von Kalino (an der alten Bahn Perm—Jekaterinburg), das dem Westabhang des Ural folgen wird (524 W). Desgleichen sind jenseits des Urals genehmigt Bahnen von Alapajewsk nach Bogdanowitsch (an der Strecke Jekaterinburg— Tjumen, 146 W), von Sinarskaja nach Schadrinsk (1912, 110 W), das also endlich auch seine Bahn erhalten wird, und von Jekaterinburg nach Seitkowo am Tawdafluß (Provinz Tobolsk, 338 W), an die auch Ruß lands zweitgrößter Meßplatz, Irbit, angeschlossen wird Die Tawdin- bahn, deren Vollendung voraussichtlich noch 1915 zu erwarten ist, wird für Irbit von besonderem Wert sein, die Messe wird dadurch an Bedeutung sicherlich wieder steigen. Versucht doch die Stadtverwaltung ernst lich, den vor dem Kriege alljährlich in Leipzig stattgehabten inter nationalen Rauchwarenmarkt nach hier zu verlegen. Ferner sind Bahn bauten beschlossen von Troizk nach Kustanai in der sibirischen Provinz Turgai (167 W, sollte 1914 fertig werden) und von Orenburg nach Orsk am Uralfluß (310 W). Während später wahrscheinlich auch die erstere Linie in ihrer Fortsetzung die südsibirischen Steppengebiete erreichen wird wird die zweite im Verein mit dem verhältnismäßig sicheren Plan Uralsk—Zarizyn ein wichtiges Glied einer pontisch-südsibirischen Ver bindung werden, das um so mehr als die südsibirische Bahngesellschaft sich kurz vor Kriegsbeginn (Juli 1914) um die Genehmigung einer Linie von Orsk über Akmolinsk nach Semipalatinsk an der im Bau befindlichen Altäibähhbem ühte. Mit diesen Plänen, deren Ausführung durchweg sicher ist, sind die Aufgaben im europäischen Osten noch nicht erschöpft 1 ). Projekte kühner Art tauchen auch im Norden auf, so wenn man eine ostwärts gerichtete Verbindung von Archangelsk über den Ural zum Ob sowie eine siidostwärts gerichtete zur Bogoslowsker Bahnlinie im Mittelural 1 ) Die Regierung hat z. B. (bereits 1912) eine Denkschrift über eine zu er bauende Linie von Koslow durch die Gouvernements Woronesh, Dongebiet, Stawro- pol nach Prochladnaja an der Wladikawkasbahn (1135 W) herausgegeben. Wie in westeuropäischen Staaten, so legt auch die russische Regierung dem Parlament bei wichtigen Neubauten, namentlich in Asien, umfangreiche, mit Tabellen und Karten ausgestattete Denkschriften vor, in denen die Landschaft, die wirtschaft lichen Zustände und Aussichten geschildert werden. So beschäftigt sich eine dieser offiziellen Arbeiten mit einem Projekt Petropawlowsk—Akmolinsk (Ischim)— Spasskij Sawod, dessen Bau übrigens noch nicht beschlossen ist. Auch die Bahn Koslow—Prochladnaja ist noch nicht in Angriff genommen.