8 der Wechselbeziehungen, der mit der Teilung der gesellschaft lichen Arbeit in keinem Zusammenhang steht. Dessenungeachtet führen, infolge der gegenseitigen Abhängig keit aller Teile der sozialen Wirtschaft, auch die verschieden artigen Unternehmen einen Kampf untereinander. Die kapita listische Gesellschaft ist eine Gesellschaft, die Mehrwert erzeugt. Wiederum ist der Verteilungsprozeß der Prozeß der Verteilung des Mehrwertes unter den Subjekten der kapitalistischen Wirt schaft. Jedes Unternehmen realisiert keineswegs den Mehrwert, der von ihm selbst erzeugt wird. Schon das elementarste Gesetz des Kapitalismus — das Streben der Profitrate nach Ausgleichung — „entstellt“ absolut eine solche Einfachheit der Beziehungen.*) Das Bild kompliziert sich noch mehr mit der Bildung von allen möglichen kapitalistischen Monopolen. Daraus ergibt sich, daß der Kampf um die Teilung des Mehrwertes unter den ver schiedenen wirtschaftenden Subjekten (ob Einzelpersonen oder Korporationen ist natürlich vollkommen egal) einen verschiedenen Charakter tragen muß. Wir werden daher drei Arten des Kon kurrenzkampfes zu unterscheiden haben, 1, Unter Horizontalkonkurrenz wollen wir die Konkurrenz unter gleichartigen Unternehmen verstehen. Hier stützt sich die im Konkurrenzkampf zum Ausdruck kommende Anarchie auf keine gesellschaftliche Teilung, 2, Unter Vertikalkonkurrenz verstehen wir den Kampf unter verschiedenartigen Unternehmen, deren getrenntes Bestehen die Tatsache der gesellschaftlichen Arbeitsteilung ausdrückt. 3, Unter kombinierter (zusammengesetzter) Konkurrenz ver stehen wir schließlich den Kampf, den die kombinierten Unter nehmen führen, d. h, jene kapitalistischen Einheiten, die ver schiedene Produktionszweige umfassen, die also die gesellschaft liche Arbeitsteilung in eine technische Teilung verwandeln. *) Marx „Kapital", Hamburg, 1919, Band III. Teil I. S. 151.