34 neuem zur wesentlich einheitlichen, Organisation, nachdem sie alle übrigen auf gesaugt hatte,*) Die staatskapitalistischen Produktionsverhältnisse sind, logisch und historisch, eine Fortsetzung der finanzkapitalistischen Verhältnisse, deren Vollendung sie bilden. Es ist daher nicht verwunderlich, daß den Ausgangspunkt ihrer Entwicklung jene organisatorischen Formen bildeten, die durch das Finanzkapital, d, h, die Syndikate, Trusts und Banken, gegeben waren. Anstelle der Trusts, als privater Monopolorganisationen, die nicht nur kommerziell, sondern auch technisch die Produktion zusammen fassen, tritt das Staatsmonopol. Die trustartigen Syndikate und Kartelle werden ebenso durch Staatsmonopole ersetzt. Der Zen tralisationsprozeß wird durch den Druck der Staatsgewalt be schleunigt; es entstehen sogenannte Zwangssyndikate und Zwangskartelle. Den Uebergangstypus bilden die gemischten Unternehmen, wo der Staat als Mitinhaber, als großer Aktionär usw, auf tritt, und wo die Form der finanzkapitalistischen Ver bundenheit zwischen dem Staate und dem Privatunternehmer tum sich in Form der sogenannten „Beteiligung" („Partizipa tion") äußert. Diese — im Sinne der Umgestaltung der Produktionsverhältnisse — wichtigsten Formen sind lange nicht die einzigen: dazu gehört auch eine ganze Reihe weniger wesentlicher Veränderungen, wie die staatliche Regulierung und Kontrolle des Produktionsprozesses (Zwangsproduktion, Nor mierung, Regelung der Herstellungsmethoden, Reglementierung des inneren technischen Produktionssystems überhaupt); die Regelung der Verteilung (Zwangsablieferung und Zwangsauf nahme; die staatliche Versorgung, Staatsmagazine, Preistaxierung, das Kartensystem usw, usw,)**) Eine besondere und dabei außer- *) Selbstverständlich verhält es sich so mit dem „reinen Typus" des Staatskapitalismus, der sich real lediglich als Tendenz offenbart. **) lieber Deutschland vergl, die Angaben Johann Müllers in: „Natio nalökonomische Gesetzgebung", Jahrbücher für Nationalökonomie und Staat. 1915. lieber Frankreich s. Ch. Gide; „The Provisioning of France