Die Entfaltung der Produktivkräfte ist die Grundlage der mensch lichen Entwicklung überhaupt, und eben von diesem Standpunkt aus muß jede Tatsache des öffentlichen Lebens betrachtet werden. Der Standpunkt der Entfaltung der Produktivkräfte stimmt mit dem Standpunkt der Reproduktion überein: die Entfaltung der Produktivkräfte entspricht der erweiterten Reproduktion, ihr stationärer Zustand entspricht der einfachen Reproduktion, ihr Sinken findet seinen Ausdruck darin, daß ein immer geringer werdender Teil der periodisch-konsumierten Produkte repro duziert wird. Im letzteren Falle haben wir einen gesellschaft lichen Rückschritt vor uns. Der Standpunkt der Reproduktion ist eigentlich für jede öko nomische Untersuchung verpflichtend. Aber er ist doppelt ver pflichtend für den Wirtschaftler, der die ,,kritischen" Perioden und die Uebergangsphasen der Entwicklung erforscht. In der Tat: in sogenannten „normalen“ Zeiten ist die periodische Wie derholung des Produktionskreislaufs von vornherein gegeben. der Produktivkräfte tut, die Produktionsmittel und die lebendige Arbeit vor eine gemeinsame Klammer setzen, d. h. eine statische Größe und einen Prozeß addieren. Nicht die Arbeit ist den Produktionsmitteln adäquat, sondern die Arbeitskraft, lieber die Produktionskräfte vergl. Marx; „Das Kapital", „Das Elend der Philosophie“ etc, Vergl, auch: „Produktion" in „Nouveau Dictionnaire d'econ. polit.“ par Leon Say („puissance productive,.. l'ensemile de ces elements envisages comme des forces“); Kleinwächter: „Die volkswirtschaftliche Produktion im allgemeinen“ in i Schönbergs Hand buch; B. Harms: „Arbeit" im Handwörterbuch der Staatswissenschaften; Lexis: „Produktion“ ebenda; Lexis: „Allgemeine Volkswirtschaftslehre", 1910; Watkins: Third factor in Variation of productivity in „The American Economic Review" Dezember 1915 (Vol, V. N. 4); F. Oppenheimer: „Theorie der reinen und politischen Oekonomie", § „Die produktiven Kräfte" (S, 138 bis 139 ff,); R. Hilferding: „Eine neue Untersuchung über die Arbeitsmittel". Genaue Formulierungen finden sich bei Rodbertus: „Zur Beleuchtung der sozialen Frage", Teil 1, 2. Aufl., hg. von Moritz Wirth, Berlin 1890, S. 60. („Produktivkraft und Produktivität sind wohl zu unterscheiden. Produktivi tät bedeutet die Wirksamkeit oder Fruchtbarkeit der Produktivkraft“, Mit anderen Worten; R, nimmt die Produktivkräfte in natura). Vergl. auch Liszt; „Das nationale System der pol. Oek." 40