■ - 42 i4iv ■ h ■ lil ii ■ Arbeit als eine vom wirtschaftlichen Standpunkt aus unproduk tive Arbeit zu bezeichnen. Was heißt dies? Die spezifische Be deutung dieser Arbeit geht klar hervor, wenn wir ihren Einfluß auf die Reproduktionsbedingungen untersuchen. Im „normalen" Produktionsprozeß werden Produktionsmittel und Konsumtions- mittel geschaffen. Das sind die zwei wichtigsten Gebiete der ganzen Wirtschaft. Es ist klar, daß die Produktionsmittel jedes mal dem System der gesellschaftlichen Arbeit einverleibt werden. Deren Produktion ist eine Bedingung für die Repro duktion. Genau so verhält es sich im großen und ganzen mit der Produktion der Konsumtionsmittel, Diese Konsumtionsmittel verschwinden keineswegs spurlos für die weiteren Kreisläufe des Produktionsprozesses. Denn der Konsumtionsprozeß ist im Grunde genommen ein eigentümlicher Prozeß der Produktion von Arbeitskraft. Die Arbeitskraft aber ist eine ebenso notwendige Bedingung für den Reproduktionsprozeß, Folglich liefert sowohl die Produktion von Konsumtionsmitteln als auch die Produktion von Produktionsmitteln Produkte, die die notwendige Bedingung des Reproduktionsprozesses bilden, ohne die der letztere nicht stattfinden kann. Eine ganz andere Bedeutung hat die Kriegs produktion: eine Kanone verwandelt sich nicht in ein Element des neuen Produktionskreislaufes; das Pulver wird in die Luft verschossen und erscheint keineswegs in einer neuen Sachhülle im darauf folgenden Kreislauf, Im Gegenteil. Der wirtschaft liche Effekt dieser Elemente in actu ist eine rein negative Größe, Doch soll man nicht glauben, daß die wirtschaftliche Bedeutung hier unbedingt mit einer bestimmten Art des Gebrauchswertes und der Sachform des Produktes verbunden ist. Wir können die Konsumtionsmittel betrachten, mit denen die Armee versorgt wird. Auch hier nehmen wir dasselbe wahr. Die Konsumtionsmittel schaffen hier nicht Arbeitskräfte, denn die Soldaten figurieren nicht im Produktionsprozeß; sie sind aus ihm ausgeschaltet, sie