43 sind außerhalb des Produktionsprozesses gestellt. Solange der Krieg anhält, solange dienen also die Konsumtionsmittel zum großen Teil nicht als Produktionsmittel der Arbeitskraft, sondern als Produktionsmittel der spezifischen „Soldatenkraft“, die im Produktionsprozeß keine Rolle spielt. Folglich nimmt der Re produktionsprozeß mit dem Kriege einen „entstellten“, regressiven, negativen Charakter an, nämlich: mit jedem folgenden Produk tionskreislauf wird die reale Produktionsbasis immer schmäler und schmäler, die „Entwicklung“ vollzieht sich nicht nach einer sich erweiternden, sondern einer sich stetig verengenden Spirale, Hier muß noch ein wichtiger Umstand hervorgehoben werden. Die Armee, die eine gewaltige Nachfrage bietet, d. h. unterhalten werden will, gibt kein Arbeitsäquivalent. Infolgedessen produ ziert sie nicht, sondern entzieht; mit anderen Worten: man be kommt hier einen doppelten Ausfall aus dem „Reproduktions fonds“. Dieser Umstand stellt den wichtigsten zerstörenden Faktor dar. Außerdem müssen die unmittelbaren Kriegszerstö rungen (zerstörte Wege, verbrannte Städte usw, usw.) berück sichtigt werden, ebenso wie eine ganze Reihe indirekter Zer störungen (der Arbeitskraft u, a. m.). Es ist also klar, daß die reale Basis der gesellschaftlichen Produktion sich mit jedem Umlauf des gesellschaftlichen Kapitals verengt. Wir haben es hier nicht mit einer erweiterten Reproduktion, ja nicht einmal mit einer einfachen Reproduktion zu tun; wir haben hier eine immer mehr wachsende Unterproduktion. Diesen Prozeß kann man als erweiterte negative Reproduktion bezeichnen. Das ist der Krieg, betrachtet vom wirtschaftlichen Standpunkt aus. Der real stattfindende Prozeß ist also eine erweiterte negative Repro duktion. Man muß von diesem Prozeß seinen kapitalistischen, papiernen, fetischistisch-entstellten Ausdruck unterscheiden. Denn auf der Verwechslung dieser beiden Prozesse — dem sachlichen und Arbeitsprozeß einerseits und dem formalen andererseits —